Filter

Die Verkehrsminister erhöhen 2024 den Preis des Deutschlandtickets auf 58 Euro

Belegt durch 8 unabhängige Quellen

ZeitalterNeueste GeschichteNeuzeitZeitgeschichte

Zuletzt geändert am

Am 23. September 2024 setzte die Verkehrsministerkonferenz den Preis des Deutschlandtickets für 2025 auf 58 Euro fest, neun Euro mehr als bisher. Ein Jahr später folgte die Einigung auf 63 Euro; der Streit um die Finanzierung blieb.

Am 23. September 2024 einigte sich die der Länder darauf, den Preis des Deutschlandtickets vom 1. Januar 2025 an auf 58 Euro festzusetzen.12 Bis dahin kostete es 49 Euro im Monat; es gilt seit dem 1. Mai 2023.2 Bayern hatte zur Kostendeckung 64 Euro ins Gespräch gebracht, Länder wie Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg wollten geringere Erhöhungen.2

Hintergrund war eine Finanzierungslücke: Bund und Länder gleichen die Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen mit jeweils rund 1,5 Milliarden Euro im Jahr aus, und der Bund wollte nicht mehr geben.23 Brandenburgs Verkehrsminister Rainer Genilke nannte die 49 Euro einen politisch gesetzten Einstiegspreis, der langfristig nicht finanziert gewesen sei.3 Die Konferenz erwartete, dass sich der Bund dauerhaft zur Hälfte an der Finanzierung beteiligt.1 Sie zählte zu diesem Zeitpunkt rund 13 Millionen Abonnenten.1

Am 18. September 2025 einigten sich die Länder einstimmig auf eine weitere Erhöhung auf 63 Euro im folgenden Jahr.45 Von 2027 an soll der Preis einem Index folgen, der vor allem Personal- und Energiekosten abbildet.45 Bedingung der Länder war, dass der Bund seine 1,5 Milliarden Euro im Jahr bis 2030 verbindlich zusagt.4 Das Ticket hatte da nach dem baden-württembergischen Verkehrsminister 14 Millionen Abonnements.4 In einer Anhörung des Bundestages hieß es, die Erhöhung auf 63 Euro schließe eine Lücke von bis zu 920 Millionen Euro nicht verlässlich.6 Am 30. September 2026 setzte der Koordinierungsrat von Bund und Ländern den Preis ab dem 1. Januar 2027 auf 66,80 Euro fest, erstmals nach dieser Formel.78

Siehe auch