Giovanni di Bicci de’ Medici verlegt 1397 seine Bank nach Florenz
1397 verlegte Giovanni di Bicci de’ Medici den Sitz seiner Bank von Rom nach Florenz; das Jahr gilt als Gründungsdatum der Medici-Bank. Sie wurde Bank der päpstlichen Kurie, arbeitete mit Filialen in ganz Europa und brach 1494 zusammen.
1397 verlegte Giovanni di Bicci de’ Medici den Sitz seiner Bank von Rom nach Florenz; dieses Jahr gilt als offizielles Gründungsdatum der Medici-Bank.1,2 Den Hauptsitz richtete er nach Italy On This Day an der Kreuzung von Via Porta Rossa und Via Calimala im Viertel Orsanmichele ein.2 1393 hatte er die römische Filiale einer Bank übernommen, die einem seiner Florentiner Vettern gehörte.1 Eine Enzyklopädie bei Encyclopedia.com spricht vorsichtiger davon, dass Giovanni in den 1390er Jahren einen Teil der Bankgeschäfte der Familie von Rom nach Florenz verlegte.3
Rom war damals eine Quelle für Kapital, Florenz bot den besseren Markt für Kredite.1 Die Bank war als Partnerschaft organisiert: Die Familie Medici war größter Anteilseigner der Muttergesellschaft, diese wiederum größter Anteilseigner der Filialen.1 Weil die Bank ein Verbund von Partnerschaften ohne zentrale Struktur war, traf nach Italy On This Day ein Verlust in einer Filiale nicht die ganze Bank.2 Offen Zinsen zu nehmen war verboten; die Zinsen steckten deshalb in , mit denen fremde Währung zur späteren Lieferung gekauft wurde.1 Nach dem Palladium Magazine nutzte Giovanni die und Kreditbriefe.4
Für Unterstützung durch die Bank machte Kardinal Baldassarre Cossa, der spätere Gegenpapst Johannes XXIII., die Medici zu Verwaltern der päpstlichen Kasse.2 Giovannis Sohn Cosimo machte aus der Bank ein schnell wachsendes Unternehmen, das in ganz Europa tätig war und die Finanzgeschäfte des Papsttums führte.3 Sie war nach der Encyclopedia of Money die wichtigste Bank der Kurie und hatte Filialen in den großen Städten Italiens sowie in London, Lyon, Genf, Brügge und Avignon.1 1494 wurden die Medici aus Florenz vertrieben; die Bank, schon nahe am Bankrott, wurde beschlagnahmt.1,3
Siehe auch
- Florenz prägt 1252 den fiorino d’oro, eine Goldmünze für den Fernhandel 1252 Die Münze der Stadt, in der die Bank ihren Sitz nahm.
- Luca Pacioli druckt 1494 die erste Darstellung der doppelten Buchführung 1494 Im Jahr ihres Zusammenbruchs erschien die erste gedruckte Darstellung der Buchführung, mit der solche Häuser arbeiteten.
Hierher verwiesen
- Luca Pacioli druckt 1494 die erste Darstellung der doppelten Buchführung 1494 Florentiner Bankhäuser buchten schon doppelt, bevor Pacioli es drucken ließ.
- Florenz prägt 1252 den fiorino d’oro, eine Goldmünze für den Fernhandel 1252 Die Florentiner Bankhäuser rechneten in der Währung, die ihre Stadt 1252 geschaffen hatte.