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Am 8. Februar 1575 wird in Leiden die erste Universität der nördlichen Niederlande eingeweiht

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Am 8. Februar 1575 wurde die Universität Leiden eingeweiht, die Wilhelm von Oranien im Aufstand gegen Spanien als protestantische Hochschule gegründet hatte. Eingeweiht wurde sie in der Pieterskerk. Ob die Universität eine Belohnung für den Widerstand der Stadt war, sagen die Quellen unterschiedlich bestimmt.

Am 8. Februar 1575 wurde in der Pieterskerk in Leiden die Academia Lugduno-Batava eingeweiht, die Universität Leiden.14 Gegründet hatte sie Wilhelm von Oranien, Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, der im Aufstand gegen Spanien zum Anführer des protestantischen Widerstands geworden war.1 Nach der Universität wollte er eine protestantische Hochschule, um Geistliche auszubilden und auf gut ausgebildete Männer zurückgreifen zu können.1 Die Kosten von sechstausend Gulden brachten die Provinzen Holland und Zeeland gemeinsam auf.3

Am 3. Oktober 1574 waren die spanischen Truppen, die Leiden belagert hatten, abgezogen.4 In einem Brief vom 2. Januar 1575 nannte Wilhelm Leiden einen geeigneten Ort für die Universität, ohne zu sagen, warum.1 Canon van Nederland und VisitLeiden stellen die Universität als Dank für den Widerstand der Stadt dar.24 Die Universität selbst spricht von einer Überlieferung und schreibt, die Wahl könne eine Belohnung gewesen sein.5 Allgemein werde angenommen, dass der Leidener Widerstand gegen die Spanier 1573 und 1574 den Ausschlag gab.1

Leiden war die erste Universität der nördlichen Niederlande5 und sollte das protestantische Gegenstück zur katholischen Universität Löwen werden.23 Ihr Wahlspruch lautet Praesidium Libertatis, Bollwerk der Freiheit.2 Kurz nach der Gründung versuchte die reformierte Kirche, die Universität unter ihre Kontrolle zu bringen; Wilhelm von Oranien verhinderte das, und sie blieb verhältnismäßig unabhängig.3 Untergebracht war sie von Anfang an in beschlagnahmten katholischen Gebäuden;2 das Academiegebouw ist ein ehemaliges Nonnenkloster.1

Die Universität bestand aus vier Fakultäten: Theologie, Recht, Medizin sowie Philosophie und Artes, die als Vorschule für die übrigen am meisten Studenten anzog.3 Im ersten Jahrhundert kam nach der Geschichte von Zuid-Holland gut die Hälfte ihrer 23.000 Studenten aus dem Ausland.3 Zwischen 1575 und 1775 schrieben sich dort fast 42.000 Studenten ein, rund drei Viertel aus dem gehobenen Bürgertum.3

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