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Die Universität Heidelberg wird eröffnet, die dritte im Reich

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ZeitalterMittelalter

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Am 18. Oktober 1386 eröffnete Kurfürst Ruprecht I. in Heidelberg eine Universität nach Pariser Vorbild, mit Erlaubnis Papst Urbans VI. Nach Prag und Wien war sie die dritte Universitätsgründung im Reich; Anlass war das Schisma von 1378.

Am 18. Oktober 1386 wurde in Heidelberg eine Hochschule mit einer feierlichen Messe eröffnet; am Tag darauf begann der Unterricht.23 Gegründet hatte sie Kurfürst Ruprecht I. von der Pfalz, mit Erlaubnis von Papst Urban VI.13 Die päpstliche Bulle datiert vom 23. Oktober 1385,13 das landesherrliche Gründungsprivileg vom 1. Oktober 1386.1 Erster Rektor wurde der Niederländer Marsilius von Inghen.34

Heidelberg war nach Prag 1349 und Wien 1365 die dritte Universitätsgründung im Reich.1 Den Anlass gab das Schisma von 1378.2 Für Urban VI., den Papst in Rom, war Heidelberg eine Gegengründung zu Paris, das dem Papst in Avignon anhing.1 Nach Pariser Vorbild hatte die Hochschule von Anfang an vier Fakultäten: Theologie, Recht, Medizin und die Artes liberales.123 Im ersten Jahr verzeichnete sie nach der Catholic Encyclopedia 525 Lehrende und Studierende.3 Die jährlichen Einschreibungen stiegen zunächst auf etwa 200 und sanken wieder, als in Freiburg, Basel, Ingolstadt, Trier, Mainz und Tübingen Universitäten entstanden.1

Später wurde Heidelberg zu einem Zentrum der calvinistischen Lehre; die Besetzung durch bayerische Truppen 1622 beendete diese Blütezeit und gefährdete den Bestand der Universität.1 Herzog Maximilian von Bayern schenkte die Bibliotheca Palatina dem Papst, und sie wurde auf Wagen nach Rom gebracht.3 Den Wiederaufbau warf 1693 die Zerstörung Heidelbergs im Pfälzischen Erbfolgekrieg zurück.1 Am 13. Mai 1803 gab Karl Friedrich von Baden der Universität durch ein Organisationsedikt eine neue Verfassung als Staatsuniversität.3 Heute bezeichnet sie sich als älteste Universität Deutschlands.4

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