Amoris laetitia: Leo XIV. ruft Bischöfe nach zehn Jahren zusammen
Am 7. Oktober 2026 eröffnete Leo XIV. im Vatikan ein Treffen zum zehnten Jahrestag von „Amoris laetitia“. Eingeladen waren die Oberhäupter der Ostkirchen und die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen.
Am 7. Oktober 2026 eröffnete Papst Leo XIV. in der Audienzhalle Paul VI. ein einwöchiges Treffen mit den Oberhäuptern der Ostkirchen und den Vorsitzenden der Bischofskonferenzen.1,2 Anlass ist der zehnte Jahrestag von „Amoris laetitia“, dem Schreiben von Papst Franziskus über die Liebe in der Familie.2 Das Treffen dauerte bis zum 14. Oktober.1,4,9 Zur Eröffnung sagte Leo XIV., er habe es zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Schreibens einberufen.1 Von den Familien habe die Kirche viel zu lernen.1
Eingeladen waren die Oberhäupter der 15 katholischen Ostkirchen eigenen Rechts, die Vorsitzenden der 115 Bischofskonferenzen der Welt und 22 vom Papst eigens ausgewählte Teilnehmer.4 Wie bei der Synode über Synodalität saßen die Teilnehmer an 16 runden Tischen.2 Es waren 187 Teilnehmer.2,3,6 Unter den 22 vom Papst persönlich Eingeladenen waren Kardinäle, darunter Blase Cupich, Robert McElroy und Luis Antonio Tagle.3,6,7 Unter den Teilnehmern waren außerdem 22 Laien, meist Ehepaare.2 Elf Ehepaare von fünf Kontinenten waren eingeladen, vor den Bischöfen Zeugnis zu geben.4 Wie bei den vorigen Synoden waren zwei Bischöfe aus der Volksrepublik China dabei.3
Papst Franziskus hatte 2014 und 2015 eine Synode zur Familie einberufen.2 Im Juni 2026 bat Leo XIV. die Teilnehmer, die Erfahrungen der Familien ihrer Kirchen anzuhören und mitzubringen.5 Für den Schluss war vorgesehen, über christliche Familien als Träger der Sendung der Kirche zu sprechen.4
Am 13. Oktober wurde Leo XIV. im Gemelli-Krankenhaus in Rom an der Lunge operiert.9,10 An den letzten Tagen des Treffens konnte er nicht teilnehmen.8,9 In einer Botschaft vom 13. Oktober dankte er den Familien, die von ihren Freuden, Nöten und Hoffnungen gesprochen hatten.8 Die Predigt zur Abschlussmesse, die der Papst vor der Operation geschrieben hatte, verlas Kardinal Luis Antonio Tagle.9 Den Synthesebericht des Treffens will der Papst selbst lesen und sich später dazu äußern;8 bis dahin wird er nicht veröffentlicht.9
Siehe auch
- Magnifica humanitas: Leo XIV. widmet erste Enzyklika der KI 2026 Im selben Jahr die erste Enzyklika Leos XIV.; hier knüpft er an ein Schreiben seines Vorgängers an.
- Robert Francis Prevost wird als Leo XIV. erster Papst aus den USA 2025 Die Wahl, mit der Leo XIV. das Amt übernahm, aus dem er dieses Treffen einberief.
Hierher verwiesen
- Luis Antonio Tagle wird 2026 erster asiatischer Kardinaldekan 2026 Gewählt wurde, als die Kardinalbischöfe zu diesem Treffen in Rom waren.