--- id: beda-de-temporum-ratione-725 title: Beda vollendet 725 sein Lehrbuch über die Berechnung der Zeit date: '0725-01-01' summary: >- 725 schloss der Mönch Beda in Jarrow De temporum ratione ab, eine Schrift über Kalender und Osterrechnung. Er versah die Ostertafeln des Dionysius Exiguus mit Jahren nach Christi Geburt und trug so dazu bei, dass diese Zählung üblich wurde. themeId: theme-zeitrechnung verification: verified sources: - key: s1 title: St. Bede the Venerable publisher: Encyclopaedia Britannica url: https://www.britannica.com/biography/Saint-Bede-the-Venerable accessedAt: '2026-09-29' - key: s3 title: 'Bede: The Reckoning of Time (übers. Faith Wallis), Verlagsbeschreibung' publisher: Liverpool University Press, über Google Books url: https://books.google.de/books/about/Bede_The_Reckoning_of_Time.html?id=yFsw-Vaup6sC&redir_esc=y accessedAt: '2026-09-29' - key: s4 title: >- Historical Re-Collections: Rewriting the World Chronicle in Bede's De temporum ratione (Garipzanov, Rabin) publisher: Viator, Brepols Publishers url: https://www.brepolsonline.net/doi/10.1484/J.VIATOR.2.300003 accessedAt: '2026-09-29' - key: s5 title: Bede Writings on the Calendar (Book of the Month, January 2001) publisher: University of Glasgow Library, Special Collections url: https://www.gla.ac.uk/myglasgow/library/files/special/exhibns/month/jan2001.html accessedAt: '2026-09-29' - key: s6 title: Scientist of the Day – Venerable Bede (William B. Ashworth Jr.) publisher: Linda Hall Library url: https://www.lindahall.org/about/news/scientist-of-the-day/venerable-bede/ accessedAt: '2026-09-29' - key: s7 title: De temporum ratione (Bede) publisher: CODECS, Online Database for Celtic Studies url: https://codecs.vanhamel.nl/De_temporum_ratione_(Bede) accessedAt: '2026-09-29' - key: s8 title: 'Bede’s Scientific Works in the Carolingian Age' publisher: 'OpenEdition Books (Presses universitaires du Septentrion)' url: https://books.openedition.org/irhis/348 accessedAt: '2026-10-07' disputed: - claim: Zahl der erhaltenen Handschriften positions: - value: '245' source: s4 - value: mindestens 50 source: s6 - value: 133 bei Charles Jones verzeichnet source: s7 - value: '240 ganz oder teilweise erhaltene, nach Jones’ Zählung' source: s8 - claim: Durch welches Werk sich die Zählung nach Christi Geburt verbreitete positions: - value: De temporum ratione mit den Ostertafeln source: s5 - value: die Historia ecclesiastica source: s1 resolution: >- Kein Widerspruch: Nach der Linda Hall Library (s6) belebte Beda die Zählung in De temporum ratione für die Osterrechnung wieder und datierte in der Kirchengeschichte von 731 als Erster Ereignisse danach; von dort verbreitete sie sich. provenance: origin: recherche createdBy: '/research (Musterlauf: wissenschaft)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-09-29' datePrecision: year dateSources: - s1 - s5 seeAlso: - id: dionysius-exiguus-anno-domini-525 note: >- Beda übernahm die Ostertafeln, mit denen die Zählung nach Christi Geburt zwei Jahrhunderte zuvor begonnen hatte. - id: gregorianischer-kalender-1582 note: >- Die Osterrechnung blieb eine offene Frage, bis die Kalenderreform sie neu ordnete. --- 725 vollendete der Mönch Beda im nordenglischen Kloster Jarrow die Schrift De temporum ratione über die Berechnung der Zeit.[^s1][^s5] Sie erweiterte eine kürzere Schrift über die Zeiten von 703 und enthielt eine viel längere Weltchronik.[^s1] Beda beginnt mit Tagen, Wochen und Monaten, geht über Mondlauf, Jahreszeiten und Sonnenjahr zu den sechs Weltaltern über und endet mit der Ewigkeit.[^s5] Kern des Werkes ist der Computus, die Berechnung des Ostertermins nach einem Mondzyklus von 19 Jahren.[^s5] Beda übernahm dafür die Ostertafeln des Dionysius Exiguus und versah sie mit Jahreszahlen nach Christi Geburt.[^s5] Die Universität Glasgow schreibt ihm deshalb einen großen Anteil daran zu, dass die Zählung „Anno Domini“ in Europa üblich wurde.[^s5] Die Britannica führt die Verbreitung auf seine Kirchengeschichte des englischen Volkes zurück, die er 731 oder 732 abschloss.[^s1] Die Linda Hall Library nennt beide Schritte: In De temporum ratione griff Beda die Zählung für die Osterrechnung wieder auf, in der Kirchengeschichte datierte er als Erster Ereignisse nach ihr.[^s6] Nach der Linda Hall Library reichte seine Ostertafel über 540 Jahre, von 523 bis 1063.[^s6] Liverpool University Press beschreibt das Werk als erste umfassende Abhandlung über die Zeitrechnung, an der sich alle spätere Lehre und Kritik des christlichen Kalenders orientierte.[^s3] Beda bettet darin auch eine Lehre von den Gezeiten ein.[^s3] Nach Ildar Garipzanov und Andrew Rabin war es die am weitesten verbreitete seiner naturkundlichen Schriften.[^s4] Wie viele Handschriften erhalten sind, wird verschieden angegeben: Garipzanov und Rabin nennen 245, die Linda Hall Library mindestens 50, und Charles Jones verzeichnete 133.[^s4][^s6][^s7] Eine Studie zur karolingischen Überlieferung gibt nach Jones’ Zählung 240 ganz oder teilweise erhaltene Handschriften an.[^s8] Ende der Datei: 7 Quellen.