--- id: de-havilland-comet-1952 title: >- Die Comet eröffnet den Düsenlinienverkehr und bricht zwei Jahre später auseinander date: '1952-05-02' datePrecision: day dateSources: - s1 - s2 summary: >- Am 2. Mai 1952 flog eine de Havilland Comet der BOAC von London nach Johannesburg und eröffnete den planmäßigen Linienverkehr mit Düsenflugzeugen. Nach zwei Abstürzen im Jahr 1954 deckte die britische Untersuchung Materialermüdung an einem Fensterausschnitt auf, und dem Baumuster wurde die Zulassung entzogen. themeId: theme-sicherheit verification: verified sources: - key: s1 title: De Havilland Comet publisher: Wikipedia url: https://en.wikipedia.org/wiki/De_Havilland_Comet accessedAt: '2026-09-19' - key: s2 title: The Comet, the 707, and the disaster that shaped the Jet Age publisher: New Atlas url: https://newatlas.com/aircraft/de-havilland-comet-boeing-707-airliners-jet-age-history/ accessedAt: '2026-09-19' - key: s3 title: Comet Failure publisher: National Museum of the Royal Air Force url: https://www.rafmuseum.org.uk/research/archive-exhibitions/comet-the-worlds-first-jet-airliner/comet-failure/ accessedAt: '2026-09-19' - key: s5 title: 10 January 1954 publisher: This Day in Aviation url: https://www.thisdayinaviation.com/10-january-1954/ accessedAt: '2026-09-19' provenance: origin: recherche createdBy: '/research (Musterlauf: internet, handel, verkehr)' reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-19' seeAlso: - id: dreipunktgurt-1959 note: Sicherheit als Konstruktionsaufgabe, sieben Jahre später auf der Straße. - id: wright-flyer-1903 note: >- Vom ersten Motorflug bis zum planmäßigen Düsenverkehr vergingen neunundvierzig Jahre. --- Am 2. Mai 1952 startete eine de Havilland Comet der British Overseas Airways Corporation (BOAC) mit der Kennung G-ALYP in London zu einem Linienflug nach Johannesburg.[^s1][^s2] Es war der erste planmäßige Linienflug, den ein Passagierflugzeug mit Düsenantrieb weltweit absolvierte.[^s1][^s2] Nach eineinhalb Jahren im Liniendienst zerbrachen innerhalb von drei Monaten zwei Maschinen des Typs in der Luft.[^s1][^s2] Am 10. Januar 1954 stürzte die G-ALYP kurz nach dem Start in Rom vor der Insel Elba ins Mittelmeer; alle 35 Menschen an Bord kamen ums Leben, die Maschine hatte zu diesem Zeitpunkt 1.290 Druckzyklen hinter sich.[^s5] Am 8. April 1954 zerbrach eine Comet der South African Airways bei einem Flug von Rom über Kairo nach Johannesburg; 21 Menschen starben.[^s1] Nach diesem zweiten Absturz entzog die britische Luftfahrtbehörde dem Baumuster die Zulassung und untersagte den Weiterbetrieb.[^s5] Die Untersuchung übernahm die Royal Aircraft Establishment in Farnborough; sie tauchte einen kompletten Rumpf in einen Wassertank und setzte ihn wiederholten Druckwechseln aus, um die Beanspruchung vieler Flüge in kurzer Zeit nachzustellen.[^s1] Der zu Testzwecken herangezogene Rumpf der G-ALYU riss nach 3.057 Druckzyklen auf, von denen 1.221 reale Flüge und 1.836 im Wassertank nachgestellt waren; der Anriss ging dort von einer Nietbohrung nahe der vorderen Notluke aus.[^s3] An den geborgenen Wrackteilen der abgestürzten G-ALYP lag der Ausgangspunkt dagegen an einer Nietbohrung am Ausschnitt für die Antenne des Funkpeilers auf dem Rumpfdach – nicht, wie oft angenommen, an einem Passagierfenster.[^s1] Die spätere Untersuchung der geborgenen G-ALYP-Wrackteile bestätigte Materialermüdung als Unglücksursache.[^s1] Die überarbeitete Comet 4 mit verstärkter Struktur kam erst 1958 in Dienst.[^s1] Ende der Datei: 4 Quellen.