--- id: qin-tianlue-shuihudi-3-jh-v-chr title: Tianlü der Qin aus Shuihudi verbietet das Holzfällen im Frühjahr date: -0216-01-01 datePrecision: century dateSources: - s3 - s4 summary: >- Bambusstreifen aus einem Qin-Grab in Shuihudi, 1975 gefunden, enthalten das Statut über Felder (Tianlü). Es verbot im Frühjahr, Bäume zu fällen und Wasserläufe aufzustauen. themeId: theme-schonung-durch-edikte wikidata: - id: Q689661 name: Shuihudi seeAlso: - id: xuanquan-edikt-monatsverordnungen-5 note: >- Gut zwei Jahrhunderte später schreibt ein Han-Edikt dieselben Schonzeiten als Monatsverordnung fest. - id: ashoka-fuenftes-saeulenedikt-242-v-chr note: >- Im selben Jahrhundert verbietet Ashoka in Indien per Inschrift, bestimmte Tiere zu töten. - id: lex-luci-spoletina-3-jh-v-chr note: >- Zur selben Zeit schützt in Italien ein Gesetz das Holz eines heiligen Hains. verification: verified sources: - key: s1 title: 陈伟:秦汉简生态保护律条新读 publisher: 爱思想 (Aisixiang) url: https://www.aisixiang.com/data/161847.html accessedAt: '2026-10-17' - key: s2 title: 《月令》的生态保护思想与中国传统生态法律 publisher: 中国高校人文社会科学信息网 (sinoss.net) url: https://www.sinoss.net/c/2010-06-29/525193.shtml accessedAt: '2026-10-17' - key: s3 title: Bamboo slips provide clues to evolution of written language publisher: Shanghai Municipal Government Information Office url: https://touch.shio.gov.cn/jsp/jrsh_detail.jsp?id=7815 accessedAt: '2026-10-17' - key: s4 title: 'Deng Zhangyu: 3D rendering brings lowly Qin-era legal worker to life' publisher: China Daily Hong Kong url: https://www.chinadailyhk.com/hk/article/581217 accessedAt: '2026-10-17' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: umwelt)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-17' --- In einem Grab bei Shuihudi im Kreis Yunmeng in der Provinz Hubei wurden 1975 mehr als 1.000 Bambusstreifen gefunden.[^s3] Der Grabherr aus der Zeit der Qin-Dynastie (221–206 v. Chr.) heißt nach den Streifen Xi.[^s4] Er hielt Ereignisse der Jahre 306 bis 217 v. Chr. fest.[^s4] Mit dem Fund wurden erstmals Gesetze und Einrichtungen der Qin bekannt.[^s4] Darunter ist das Statut über Felder (Tianlü), das unter anderem verbot, im Frühjahr Bäume zu fällen.[^s1][^s4] Nach der Fassung der Qin durfte man im zweiten Frühlingsmonat in Bergen und Wäldern kein Bauholz schlagen und keine Wasserläufe aufstauen.[^s1][^s2] Im Sommer war verboten, Gras zu Asche zu verbrennen, junge Hirsche, Eier und Nestlinge zu nehmen, Fische und Schildkröten zu vergiften und Fallgruben und Netze aufzustellen.[^s1] Im siebten Monat wurden die Verbote aufgehoben.[^s1] Ausgenommen war das Fällen von Holz für Sarg und Außensarg bei einem Todesfall.[^s1] Das Verbrennen von Gras deuten die Bearbeiter der Streifen als Gewinnung von Asche zum Düngen.[^s1] Der Historiker Li Xueqin hielt das „zweiten“ für einen Schreibfehler statt „dritten“ und nahm an, hinter „Sommer“ fehle eine Drei.[^s1] Die späteren Fassungen derselben Bestimmung aus der Han-Zeit nennen keine Monate, sondern sprechen von Frühling und Sommer.[^s1] Inhaltlich entspricht das Verbot weitgehend den Monatsverordnungen (Yueling).[^s2] Für Chen Wei von der Universität Wuhan liegt die Bedeutung darin, dass Erfahrungen im Umgang mit der Natur als Gesetz durchgesetzt wurden.[^s1] Das Staatliche Amt für Kulturerbe stuft dagegen ein in Dunhuang gefundenes Edikt der Han-Zeit als frühestes recht vollständiges Umweltgesetz Chinas ein.[^s2] Ende der Datei: 4 Quellen.