--- id: litauisches-statut-wisent-1529 title: Erstes Litauisches Statut schützt ab 1529 den Wisent date: '1529-01-01' datePrecision: year dateSources: - s1 - s2 summary: >- Das Erste Litauische Statut trat 1529 in Kraft und belegte unerlaubte Jagd in den Wäldern des Herrschers mit hohen Strafen. Der Wisent überlebte in der Białowieża-Heide, bis er 1919 in freier Wildbahn ausstarb. themeId: theme-hege-und-aussterben seeAlso: - id: letzter-auerochse-jaktorow-1627 note: >- Dieselben Könige schützten den Auerochsen in Jaktorów, der knapp hundert Jahre nach dem Statut ausstarb. - id: ashoka-fuenftes-saeulenedikt-242-v-chr note: >- Auch dort stellte ein Herrscher einzelne Tierarten per Gesetz unter Schutz. - id: kunming-montreal-biodiversitaet-2022 note: >- Aus dem Schutz einer Jagdart wird dort ein Flächenziel für die Artenvielfalt insgesamt. verification: verified sources: - key: s1 title: Pirmasis Lietuvos Statutas publisher: Visuotinė lietuvių enciklopedija url: https://www.vle.lt/straipsnis/pirmasis-lietuvos-statutas/ accessedAt: '2026-10-09' - key: s2 title: 'Appropriation Economy: Hunting, fishing, beekeeping communities' publisher: LDK istorija url: https://www.ldkistorija.lt/appropriation-economy-hunting-fishing-beekeeping-communities/ accessedAt: '2026-10-09' - key: s3 title: >- Żubrze eksponaty z lat 1811−1914 w europejskich kolekcjach naukowych (Samojlik, Daszkiewicz, Fedotova, Sylwan 161 (4), 2017) publisher: Sylwan / Polskie Towarzystwo Leśne url: https://agro.icm.edu.pl/agro/element/bwmeta1.element.agro-953c32f3-6adf-4d62-ada6-2ae0de6d5661/c/2017_04_0341au.pdf accessedAt: '2026-10-09' - key: s4 title: >- Ochrona ex situ żubra w Polsce (Wanda Olech, Studia i Materiały CEPL w Rogowie 25, 2010) publisher: Centrum Edukacji Przyrodniczo-Leśnej w Rogowie url: https://cepl.sggw.edu.pl/wp-content/uploads/sites/75/2021/08/Z_25_19.Olech_.pdf accessedAt: '2026-10-09' - key: s5 title: >- Za jego zabicie groziła nawet śmierć, mimo to na 10 lat zniknął. »Król puszczy« wrócił i ma się coraz lepiej publisher: TVN24 url: https://tvn24.pl/bialystok/bialowieski-park-narodowy-powrot-zubra-krola-puszczy-st4993774 accessedAt: '2026-10-09' - key: s6 title: >- Lithuanian Statute (Theodore Ciuciura) publisher: >- Internet Encyclopedia of Ukraine url: https://www.encyclopediaofukraine.com/pages%5CL%5CI%5CLithuanianStatute.htm accessedAt: '2026-10-09' - key: s7 title: Białowieża Forest publisher: UNESCO World Heritage Centre url: https://whc.unesco.org/en/list/33/ accessedAt: '2026-10-15' disputed: - claim: Jahr des ersten Litauischen Statuts positions: - value: 1529 (in Kraft am 29. September) source: s1 - value: '1532' source: s4 resolution: >- Auch die Encyclopedia of Ukraine und LDK istorija nennen 1529; 1532 steht nur bei Olech, ohne Bezug auf eine bestimmte Fassung. - claim: Wer die Todesstrafe für das Töten eines Wisents einführte positions: - value: Sigismund der Alte source: s2 - value: Sigismund August source: s4 provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: umwelt)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-09' --- Das Erste Litauische Statut, das Gesetzbuch des Großfürstentums Litauen, trat am 29. September 1529 in Kraft.[^s1] Ratifiziert hat es 1529 der Landtag in Vilnius.[^s6] Es sah hohe Geldstrafen für Tiere vor, die in den Wäldern des Herrschers unerlaubt gejagt wurden.[^s2] Nach einem Aufsatz in der Zeitschrift Sylwan war der Wisent für die Jagd des Monarchen reserviert und durch drei aufeinanderfolgende Fassungen des Litauischen Statuts mit drakonischen Strafen für Wilderer geschützt.[^s3] Die Genetikerin Wanda Olech zählt die Statute Sigismunds des Alten zu den ersten Rechtsakten, die den Wisent schützten, datiert sie aber auf 1532.[^s4] Wer die Todesstrafe für das Töten eines Wisents einführte, ist in den Quellen nicht einheitlich beantwortet.[^s2][^s4] Nach dem litauischen Geschichtsportal LDK istorija war es Sigismund der Alte.[^s2] Olech schreibt sie dessen Sohn Sigismund August zu.[^s4] Im dritten und letzten Statut wurde die Todesstrafe durch Haft ersetzt, die Geldstrafen blieben sehr hoch.[^s5] Die Białowieża-Heide galt als Jagdrevier der litauischen Großfürsten und polnischen Könige.[^s5] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts lebten Wisente nur noch in diesem Wald.[^s5] Im Frühjahr 1919 starb die Art in freier Wildbahn aus; Hanna Schmidt vom Białowieża-Nationalpark nennt als Gründe den Ersten Weltkrieg und die Wilderei.[^s5][^s3] 1979 nahm die UNESCO den polnischen Białowieża-Nationalpark in die Welterbeliste auf, 1992 kam der belarussische Teil des Waldes hinzu.[^s7] Ende der Datei: 7 Quellen.