--- id: cotta-forstlehranstalt-tharandt-1811 title: Heinrich Cotta bringt 1811 seine Forstlehranstalt nach Tharandt date: '1811-01-01' datePrecision: year dateSources: - s1 - s2 summary: >- 1811 zog Heinrich Cotta mit seiner Forstlehranstalt aus dem thüringischen Zillbach nach Tharandt; 1816 wurde sie Königlich Sächsische Forstakademie. Sie besteht heute als Teil der TU Dresden. themeId: theme-wald-und-nachhaltigkeit seeAlso: - id: carlowitz-sylvicultura-oeconomica-1713 note: >- Der BDF stellt Cotta neben Carlowitz: Der eine beschrieb das Prinzip, der andere machte daraus ein Lehrfach. - id: stromer-waldsaat-reichswald-1368 note: >- Waldbau beginnt bei der Saat; Tharandt machte vierhundert Jahre nach Stromer eine Wissenschaft daraus. verification: verified sources: - key: s1 title: Cotta, Heinrich (NDB 3, 1957, und ADB 4, 1876) publisher: Deutsche Biographie url: https://www.deutsche-biographie.de/sfz69596.html accessedAt: '2026-10-05' - key: s2 title: Geschichte – Professur für Tropische und Internationale Forstwirtschaft publisher: TU Dresden url: https://tu-dresden.de/bu/umwelt/forst/inter/tropen/die-professur/geschichte accessedAt: '2026-10-05' - key: s3 title: >- Heinrich Cotta, dem Begründer der geregelten Forstwirtschaft, zum 250. Geburtstag publisher: Bund Deutscher Forstleute (BDF), auf forstwirtschaft-in-deutschland.de url: https://www.forstwirtschaft-in-deutschland.de/aktuelles/news-detailansicht/news/heinrich-cotta-dem-begruender-der-geregelten-forstwirtschaft-zum-250-geburtstag/ accessedAt: '2026-10-05' - key: s4 title: Heinrich Cotta (Forsthistorisches Kabinett Zillbach) publisher: Gemeinde Schwallungen url: https://www.schwallungen.de/cotta.html accessedAt: '2026-10-05' - key: s5 title: Studieren in der Forststadt publisher: Stadt Tharandt url: https://www.tharandt.de/seite/707967/studieren-in-der-forststadt.html accessedAt: '2026-10-05' disputed: - claim: Gründung der Forstlehranstalt in Zillbach positions: - value: '1793' source: s4 - value: '1794' source: s1 resolution: >- Kein Gründungsakt: Nach der ADB (s1) entstand die Schule „ohne eigentliche Absicht“, 1788 mit zehn Schülern; 1794 Plan an den Herzog, Frühjahr 1795 Genehmigung. Die Jahreszahlen bezeichnen verschiedene Schritte. - claim: Erhebung zur Forstakademie positions: - value: '1816' source: s1 - value: '1916' source: s5 resolution: >- 1816: so auch die TU Dresden, der BDF und die Gemeinde Schwallungen. Die Stadt Tharandt kündigt im selben Absatz 200 Jahre forstliche Ausbildung für 2011 an; 1916 ist ein Schreibfehler. provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: umwelt)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-05' --- Im Frühjahr 1811 zog Heinrich Cotta mit seiner Forstlehranstalt aus dem thüringischen Zillbach nach Tharandt.[^s4] Nach der Neuen Deutschen Biographie siedelte er mit seinem Lehrinstitut einschließlich Lehrern und Schülern über, nachdem er 1810 als Direktor der Forstvermessungsanstalt nach Tharandt berufen worden war.[^s1] 1816 erhielt die Lehranstalt den Titel Königlich Sächsische Forstakademie.[^s2][^s1] Cotta (1763–1844) unterrichtete schon in Zillbach; die Gemeinde Schwallungen datiert die Gründung seiner Unterrichtsanstalt dort auf 1793,[^s4] die Neue Deutsche Biographie auf 1794.[^s1] Nach der Allgemeinen Deutschen Biographie bildete sich die Schule ohne festen Anfang; 1788 zählte sie zehn Schüler, und im Frühjahr 1795 genehmigte der Herzog Cottas Plan, sie zu einer bleibenden Einrichtung zu machen.[^s1] Seine besondere Neigung galt nach der Biographie dem Waldbau und der Forsteinrichtung.[^s1] Der Bund Deutscher Forstleute schreibt ihm zu, den Begriff „Waldbau“ an die Stelle der „Holzzucht“ gesetzt zu haben; erst Forsteinrichtung und Ertragstafeln hätten es möglich gemacht, Wälder planvoll und nachhaltig zu bewirtschaften.[^s3] Seine „Anweisung zum Waldbau“ erschien 1817, kam bis 1865 in die neunte Auflage und wurde ins Französische, Dänische und Russische übersetzt.[^s1] Von den 1.030 Studenten der Jahre 1816 bis 1844 kamen nach der Gemeinde Schwallungen 472 nicht aus Sachsen, 101 davon aus dem Ausland im heutigen Sinn, vor allem aus Russland, der Schweiz, Österreich und Spanien.[^s4] Die TU Dresden gibt an, zwischen 1816 und 1914 seien etwa 35 Prozent der Studenten aus dem Ausland gekommen, zumeist aus Osteuropa.[^s2] 1929 wurde die Forstakademie an die heutige Technische Universität Dresden angeschlossen.[^s2] Die Neue Deutsche Biographie nennt Cotta einen Mitbegründer nachhaltiger Forstwirtschaft und moderner Forstwissenschaft.[^s1] Den Rang der Akademie geben die Quellen verschieden an.[^s3][^s5] Die Stadt Tharandt nennt sie nach St. Petersburg (1808) die zweitälteste Forstfakultät der Welt, datiert die Erhebung zur Akademie aber auf 1916.[^s5] Der Bund Deutscher Forstleute spricht im selben Text von der „ersten Forstakademie“ und von der zweitältesten Forsthochschule der Welt.[^s3] Ende der Datei: 5 Quellen.