--- id: mailaender-vereinbarung-313 title: Die Mailänder Vereinbarung stellt 313 die Religion frei date: '0313-01-01' summary: >- Anfang 313 einigten sich die Kaiser Konstantin und Licinius in Mailand darauf, allen Menschen die freie Wahl ihres Kultes zu lassen. Den Christen sollte beschlagnahmter Besitz zurückgegeben werden. Ob daraus ein „Edikt“ wurde, ist in der Forschung umstritten. themeId: theme-freiheit-des-bekenntnisses verification: verified sources: - key: s1 title: Edict of Milan publisher: Encyclopaedia Britannica url: https://www.britannica.com/topic/Edict-of-Milan accessedAt: '2026-09-29' - key: s3 title: >- Ein konstantinisches „Toleranzedikt von Mailand“ im Jahr 313? Zum Problem von Jubiläumsfeiern 1913 und 2013 publisher: imprimatur (Klaus M. Girardet) url: http://www.imprimatur-trier.de/2013/imp130603.html accessedAt: '2026-09-29' - key: s4 title: 'Etablierung des Christentums: Mailänder Vereinbarung' publisher: Universität Hamburg, eManual Alte Geschichte url: https://emanualaltegeschichte.blogs.uni-hamburg.de/etablierung-christentum/ accessedAt: '2026-09-29' - key: s5 title: Lactantius, De mortibus persecutorum publisher: The Latin Library url: https://www.thelatinlibrary.com/lactantius/demort.shtml accessedAt: '2026-09-29' - key: s6 title: The Edict of Milan publisher: Fordham University, Internet History Sourcebooks url: https://sourcebooks.fordham.edu/source/edict-milan.asp accessedAt: '2026-09-29' - key: s7 title: Edict of Milan (Charles M. Odahl) publisher: EBSCO Research Starters url: https://www.ebsco.com/research-starters/history/edict-milan/ accessedAt: '2026-09-29' disputed: - claim: Rechtsnatur der Mailänder Regelung positions: - value: Dekret, dessen Abschriften Licinius im Osten aushängen ließ source: s1 - value: >- kein Edikt, sondern ein Brief des Licinius an die Statthalter des Ostens source: s3 resolution: >- Zwei unabhängige Stimmen (Girardet s3, Odahl s7) beschreiben die überlieferte Form als Schreiben des Licinius an die Statthalter des Ostens; „Edikt“ ist die herkömmliche Bezeichnung. provenance: origin: recherche createdBy: '/research (Musterlauf: religion)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-09-29' datePrecision: year dateSources: - s1 - s3 seeAlso: - area: konflikte id: augsburger-religionsfriede-1555 note: >- Zwölf Jahrhunderte später entschied nicht mehr der Einzelne über sein Bekenntnis, sondern der Landesherr. - id: luther-95-thesen-1517 note: >- Die Kirche, die 313 frei wurde, spaltete sich 1517 an der Frage des Ablasses. --- Anfang 313 trafen sich die Kaiser Konstantin und Licinius in Mailand und verhandelten dort auch darüber, wie mit den Christen zu verfahren sei.[^s3][^s1] Das Ergebnis ließ allen Menschen die Wahl ihres Kultes und ordnete an, den Christen beschlagnahmte Versammlungsorte und Güter zurückzugeben.[^s1][^s6] Überliefert ist der Text in der Fassung, die Licinius wenige Tage nach einer gewonnenen Schlacht in Nikomedia anschlagen ließ.[^s5] Laktanz gibt ihn lateinisch wieder, Eusebius in einer griechischen Übersetzung.[^s4] Als Tag des Anschlags nennt Laktanz die Iden des Juni, also den 13. Juni 313.[^s4] Inhaltlich baut der Text auf einem Edikt auf, mit dem Galerius den Christen schon 311 die Ausübung ihres Kultes wieder gestattet hatte.[^s4][^s3] Ob in Mailand ein Edikt entstand, ist umstritten.[^s4] Der Althistoriker Klaus M. Girardet hält fest, ein konstantinisches Toleranzedikt von Mailand habe es nie gegeben.[^s3] Die Bezeichnung „Mailänder Edikt“ kommt in antiken Quellen nicht vor; nach Girardet geht sie auf den vatikanischen Bibliothekar Cesare Baronio im 16. Jahrhundert zurück.[^s3] Überliefert sei ein Brief des Licinius an die Statthalter des Ostens, der ausschließlich für den Osten des Reiches galt.[^s3] Auch der Althistoriker Charles M. Odahl spricht von kaiserlichen Schreiben an die Statthalter der östlichen Provinzen, mit denen Licinius im Juni 313 die Mailänder Einigung bekannt machte.[^s7] Die Britannica spricht dagegen von einem Dekret, dessen erhaltene Abschriften Licinius im Osten aushängen ließ.[^s1] Ende der Datei: 6 Quellen.