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  "id": "schickard-rechenuhr-1623",
  "title": "Wilhelm Schickard beschreibt Kepler 1623 eine Rechenmaschine für alle vier Grundrechenarten",
  "date": "1623-09-20",
  "summary": "Am 20. September 1623 beschrieb Wilhelm Schickard dem Astronomen Kepler eine Rechenmaschine, die addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren konnte. Das Exemplar für Kepler verbrannte, die Erfindung blieb unveröffentlicht und wurde erst im 20. Jahrhundert bekannt.",
  "body": "Am 20. September 1623 schrieb Wilhelm Schickard an den Astronomen Johannes Kepler, er habe eine Rechenmaschine gebaut.[^s3][^s4] Nach dem Brief bestand sie aus elf vollständigen und sechs verstümmelten Zahnrädern und konnte addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren.[^s2][^s4] Das Computer History Museum nennt sie den frühesten bekannten mechanischen Rechner für alle vier Grundrechenarten.[^s5] Britannica zählt sie zu den ersten Rechenmaschinen und datiert die Erfindung auf 1623.[^s1]\n\nFür Addition und Subtraktion hatte die Maschine ein Werk für sechsstellige Eingaben, dazu einen ebenso langen Speicher mit Einstellrädern.[^s3] Für Multiplikation und Division dienten aufrecht stehende Zylinder mit dem Einmaleins, angelehnt an die Napierschen Rechenstäbchen.[^s3][^s5] Ein Exemplar, das Schickard bei Johann Pfister für Kepler in Auftrag gegeben hatte, verbrannte halbfertig in einem nächtlichen Feuer.[^s2][^s4] Den Brand meldete Schickard in einem zweiten Brief, nach der Universität Tübingen und MacTutor vom 25. Februar 1624.[^s2][^s4] Das Heinz Nixdorf MuseumsForum nennt für einen weiteren Brief mit Einzelheiten zur Maschine den 24. Februar 1624 und legt den Brand in denselben Monat.[^s3] Die Edition von Schickards Briefwechsel führt den Brief an Kepler unter dem 25. Februar 1624; unter dem 24. Februar verzeichnet sie einen Brief an Bernegger.[^s6]\n\nWeil Schickard die Erfindung nie veröffentlichte, galt lange die Maschine von Blaise Pascal als erste Rechenmaschine.[^s3][^s2] Erhalten blieben nur einige Skizzen und die Briefe an Kepler.[^s5] Die Briefe gab Michael Gottlieb Hansch schon 1718 heraus; die Skizze aus Keplers Unterlagen wurde erst 1935 wiedergefunden.[^s3][^s4] Bekannt machte der Bibliothekar Franz Hammer eine wiederentdeckte Skizze aus Keplers Unterlagen erst 1957.[^s2][^s3]\n\nNach der Universität Tübingen entstand 1960 der erste Nachbau, der die Funktionstüchtigkeit der Maschine bewies.[^s2] Das Heinz Nixdorf MuseumsForum nennt dagegen eine Rekonstruktion von Jean-Paul Flad und Paul Lefèbvre aus dem Jahr 1959 als erste und das Modell von Bruno von Freytag-Löringhoff von 1960 als das maßgebliche.[^s3] MacTutor gibt an, Freytag-Löringhoff habe die Maschine zwischen 1957 und 1960 nach der Skizze und den Briefen gebaut.[^s4]",
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  "creditText": "Footnoted — footnoted.net",
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