--- id: papyrus-rhind-1550-v-chr title: 'Papyrus Rhind: Ahmes schreibt um 1550 v. Chr. Rechenaufgaben ab' date: -1549-01-01 datePrecision: century dateSources: - s2 - s3 summary: >- Der Schreiber Ahmes kopiert im 33. Regierungsjahr des Hyksos-Königs Apophis eine ältere ägyptische Sammlung von Rechenaufgaben, den Papyrus Rhind. Die Quellen datieren die Abschrift auf um 1550 oder um 1650 v. Chr. themeId: theme-rechnen-mit-brett-und-ziffer wikidata: - id: Q213540 name: Papyrus Rhind seeAlso: - id: plimpton-322-1800-v-chr note: >- Eine babylonische Tafel aus ungefähr derselben Zeit, deren Mathematik als weiter entwickelt gilt. - id: suruppak-rechentafeln-2600-v-chr note: >- Rund tausend Jahre früher wird in Mesopotamien schon ein Getreidespeicher in Rationen umgerechnet. - area: medizin id: papyrus-edwin-smith-1650-v-chr note: >- Ebenfalls eine ägyptische Abschrift einer älteren Vorlage aus dieser Zeit, dort über Wundchirurgie. verification: verified sources: - key: s1 title: Egyptian mathematics publisher: MacTutor History of Mathematics, University of St Andrews url: https://mathshistory.st-andrews.ac.uk/HistTopics/Egyptian_mathematics/ accessedAt: '2026-10-13' - key: s2 title: Egyptian Mathematics (Juan Arias de Reyna) publisher: Instituto de Matemáticas de la Universidad de Sevilla (Blog IMUS) url: https://institucional.us.es/blogimus/en/2020/06/egyptian-mathematics/ accessedAt: '2026-10-13' - key: s3 title: >- The Rhind Mathematical Papyrus: "Accurate Reckoning for Inquiring into Things...." publisher: HistoryofInformation.com (Jeremy Norman) url: https://historyofinformation.com/detail.php?id=1354 accessedAt: '2026-10-13' - key: s4 title: Mathematics in Egyptian Papyri publisher: MacTutor History of Mathematics, University of St Andrews url: https://mathshistory.st-andrews.ac.uk/HistTopics/Egyptian_papyri/ accessedAt: '2026-10-13' - key: s5 title: le papyrus Rhind ou papyrus Ahmès publisher: Larousse url: https://www.larousse.fr/encyclopedie/divers/le_papyrus_Rhind/182373 accessedAt: '2026-10-13' - key: s6 title: The Rhind Mathematical Papyrus (EA10057) publisher: British Museum, Collection Online url: https://www.britishmuseum.org/collection/object/Y_EA10057 accessedAt: '2026-10-15' - key: s7 title: The Rhind Mathematical Papyrus (EA10058) publisher: British Museum, Collection Online url: https://www.britishmuseum.org/collection/object/Y_EA10058 accessedAt: '2026-10-15' disputed: - claim: Datierung der Abschrift des Ahmes positions: - value: 16. Jahrhundert v. Chr. source: s2 - value: um 1550 v. Chr. source: s3 - value: um 1650 v. Chr. source: s1 - value: um 1680–1620 v. Chr. (Regierung Apopis I.) source: s5 stand: forschung-offen - claim: Länge der Rolle positions: - value: über 5 Meter source: s3 - value: etwa 6 Meter source: s1 - value: 5,4 Meter source: s5 provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: rechentechnik)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-13' --- Der Papyrus Rhind ist eine ägyptische Sammlung von Rechenaufgaben, die der Schreiber Ahmes im 33. Regierungsjahr des Hyksos-Königs Apophis abschrieb.[^s2][^s3] Diese Abschrift wird ins 16. Jahrhundert v. Chr. datiert, um 1550 v. Chr.[^s2][^s3][^s7] Ahmes gibt selbst an, ein rund 200 Jahre älteres Dokument zu kopieren.[^s1] Die verlorene Vorlage stammt aus der Regierungszeit Amenemhets III. aus der 12. Dynastie,[^s3] also aus dem 19. Jahrhundert v. Chr.[^s2] Die Rolle ist 33 Zentimeter hoch und in hieratischer Schrift geschrieben.[^s3][^s6] Ihre Länge geben die Quellen mit über fünf, 5,4 und etwa sechs Metern an.[^s3][^s5][^s1] Sie enthält 87 Aufgaben, von denen 81 mit Brüchen rechnen.[^s1] Die Ägypter rechneten dabei nur mit Stammbrüchen.[^s2] Der Papyrus gibt dazu eine Tabelle, die die Stammbrüche 1/n für ungerade n von 5 bis 101 verdoppelt.[^s4] In dieser Tabelle steht kein Fehler.[^s4] Multipliziert wird, indem eine Zahl immer wieder zu sich selbst addiert, also verdoppelt wird.[^s4] Andere Aufgaben berechnen den Inhalt eines zylindrischen Speichers und führen dabei zu einer guten Näherung für die Kreisfläche.[^s2] Die wenigen Fehler im Papyrus scheinen Rechenfehler und keine Abschreibfehler zu sein, denn das falsche Ergebnis wird weitergeführt.[^s4] Benannt ist der Papyrus nach dem Schotten Alexander Henry Rhind, der ihn 1858 in Luxor kaufte.[^s1][^s3] Heute liegt er im British Museum in London.[^s1] Das Museum erwarb ihn zusammen mit der ägyptischen mathematischen Lederrolle, die ebenfalls Rhind gehört hatte.[^s3] MacTutor setzt die Abschrift abweichend um 1650 v. Chr. an.[^s1] Die Vorlage liegt dort entsprechend um 1850 v. Chr.[^s1] Ende der Datei: 7 Quellen.