--- id: google-willow-fehlerkorrektur-2024 title: Googles Quantenchip Willow korrigiert Fehler besser, je größer er rechnet date: '2024-12-09' datePrecision: day dateSources: - s3 - s4 summary: >- Am 9. Dezember 2024 stellte Google den Quantenprozessor Willow mit 105 Qubits vor. Er zeigte eine Fehlerkorrektur, deren Fehlerrate sinkt, wenn mehr Qubits zusammenarbeiten; für nützliche Anwendungen fehlt nach Fachleuten noch viel. themeId: theme-quantenrechner-gegen-den-fehler seeAlso: - id: neutralatome-fehlertoleranz-harvard-2025 note: >- Ein Jahr später arbeitete die Fehlerkorrektur in Harvard auch mit neutralen Atomen unter der Schwelle. verification: verified sources: - key: s1 title: Meet Willow, our state-of-the-art quantum chip publisher: Google (Hartmut Neven) url: https://blog.google/innovation-and-ai/technology/research/google-willow-quantum-chip/ accessedAt: '2026-09-29' - key: s2 title: Quantum error correction below the surface code threshold publisher: arXiv (Google Quantum AI and Collaborators; erschienen in Nature) url: https://arxiv.org/abs/2408.13687 accessedAt: '2026-09-29' - key: s3 title: Cracking the Challenge of Quantum Error Correction publisher: Physics, American Physical Society (Matteo Rini, Michael Schirber) url: https://physics.aps.org/articles/v17/176 accessedAt: '2026-09-29' - key: s4 title: Google Claims Quantum Error Correction Milestone With “Willow” Chip publisher: The Next Platform (Jeffrey Burt) url: https://www.nextplatform.com/2024/12/09/google-claims-quantum-error-correction-milestone-with-willow-chip/ accessedAt: '2026-09-29' provenance: origin: recherche createdBy: '/research (Musterlauf: rechentechnik)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-09-29' --- Am 9. Dezember 2024 stellte Google Quantum AI den Quantenprozessor Willow vor.[^s3][^s4] Der Chip ist eine zweidimensionale Anordnung aus 105 supraleitenden Qubits.[^s3][^s1] Das Team zeigte daran eine Fehlerkorrektur unterhalb der Schwelle, die umso besser arbeitet, je mehr Qubits beteiligt sind.[^s3][^s2] Google vergrößerte das Gitter aus kodierten Qubits von 3 × 3 über 5 × 5 auf 7 × 7 und halbierte dabei nach eigenen Angaben jedes Mal die Fehlerrate.[^s1] Seit Peter Shor 1995 die Quantenfehlerkorrektur eingeführt hatte, war dieser Nachweis nach Google eine offene Aufgabe.[^s1] Physics erklärt den Hintergrund: Seit den 1990er-Jahren sagten Forscher voraus, dass Fehlerkorrektur nur dann etwas nützt, wenn die Fehlerrate der physikalischen Qubits unter einer bestimmten Schwelle liegt.[^s3] In der zugehörigen Veröffentlichung sank die logische Fehlerrate mit jeder Vergrößerung um den Faktor 2,14; der größte Code mit 101 Qubits kam auf 0,143 Prozent Fehler je Korrekturzyklus.[^s2] Das logische Qubit bewahrte seine Information 2,4-mal so lange wie das beste einzelne physikalische Qubit.[^s2] Physics führt den Fortschritt vor allem auf bessere physikalische Qubits zurück: Gegenüber dem Vorgänger Sycamore hielten sie ihren Zustand bis zu fünfmal so lange, und ihre Fehlerrate war halb so hoch.[^s3] Außerdem löste Willow nach Google eine Testaufgabe, das Random Circuit Sampling, in weniger als fünf Minuten, für die der Supercomputer Frontier 10 Quadrillionen Jahre bräuchte.[^s1][^s4] Die Aufgabe hat nach Physics keinen praktischen Nutzen, gilt aber als Maßstab für die Leistung eines Quantenrechners.[^s3] Begrenzt wird die Leistung nach der Veröffentlichung durch seltene korrelierte Fehler, die etwa einmal pro Stunde auftreten.[^s2] Für einen großen fehlerkorrigierten Rechner plant Google nach Physics, den Prozessor auf eine Million physikalische Qubits zu vergrößern.[^s3] Nach The Next Platform verlangt fehlertolerantes Quantenrechnen mehr als Rechenleistung, etwa Stabilität über die Zeit.[^s4] Der Physiker John Preskill sagte, bis Quantenrechner eine breite Palette nützlicher Anwendungen ausführen könnten, sei es noch ein weiter Weg.[^s3] Ende der Datei: 4 Quellen.