--- id: ariosto-orlando-furioso-mondreise-1516 title: 'Orlando furioso: Astolfo holt Orlandos Verstand vom Mond' date: '1516-01-01' datePrecision: century dateSources: - s2 - s4 summary: >- In Ariostos Epos Orlando furioso, zuerst 1516 gedruckt, fährt Astolfo im Wagen des Elias zum Mond. Dort liegt alles, was auf der Erde verloren geht, auch der Verstand seines Vetters Orlando. themeId: theme-raumflug-im-roman wikidata: - id: Q48922 name: Orlando Furioso seeAlso: - id: lukian-wahre-geschichten-2-jh note: Auch Lukians Mondreise ist eine Satire, mehr als ein Jahrtausend früher. - id: kepler-somnium-1634 note: >- Ein gutes Jahrhundert später ließ Kepler seinen Erzähler im Traum zum Mond reisen. verification: verified sources: - key: s1 title: 'Ariosto: Orlando Furioso, Canto XXXIV (Übersetzung A. S. Kline)' publisher: Poetry in Translation url: https://www.poetryintranslation.com/PITBR/Italian/AriostoCantoXXXIV.php accessedAt: '2026-10-11' - key: s2 title: >- The Fortunes of the Orlando Furioso, 1516-2016 (Helena Sanson, Francesco Lucioli) publisher: Cambridge University Library url: https://languagecollections-blog.lib.cam.ac.uk/2016/11/07/the-fortunes-of-the-orlando-furioso-1516-2016/ accessedAt: '2026-10-11' - key: s3 title: 'Galileo: Angry Orlando' publisher: University of Oklahoma Libraries, History of Science Collections url: https://galileo.ou.edu/exhibits/angry-orlando.html accessedAt: '2026-10-11' - key: s4 title: Ariosto the Lunar Traveller (Ita Mac Carthy) publisher: University of Birmingham url: https://research.birmingham.ac.uk/en/publications/ariosto-the-lunar-traveller/ accessedAt: '2026-10-11' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: raumfahrt)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-11' --- In Ludovico Ariostos Versepos Orlando furioso fliegt Herzog Astolfo, ein Vetter Orlandos, in einem Wagen zum Mond.[^s3][^s1] Das Epos erschien zuerst am 22. April 1516 in Ferrara mit 40 Gesängen, überarbeitet 1521 und 1532, zuletzt mit 46 Gesängen.[^s2] Gewidmet hat Ariost es der Familie d'Este, vor allem Kardinal Ippolito, seinem damaligen Gönner.[^s2] Im 34. Gesang fährt Astolfo mit dem Apostel Johannes in dem Wagen, in dem einst der Prophet Elias den Blicken der Menschen entschwunden war.[^s1] Vier Pferde, roter als Flammen, ziehen den Wagen, und Johannes lenkt ihn zum Himmel.[^s1] Auf dem Mond kommen sie in ein Tal, in dem alles liegt, was auf der Erde verloren geht.[^s1] Der Verstand der Menschen lagert dort als feine Flüssigkeit in Gefäßen; auf dem größten steht „Orlandos Verstand“.[^s1] Astolfo findet dort auch einen großen Teil seines eigenen Verstandes.[^s1] Das Gefäß mit Orlandos Verstand bringt er zurück zur Erde.[^s1][^s3] Die Literaturwissenschaftlerin Ita Mac Carthy liest die Mondreise als kritischen Blick auf den Hof des sechzehnten Jahrhunderts und als Gleichnis für die Rolle der Literatur dort.[^s4] Sie hebt die Nähe der Episode zur menippeischen Satire hervor.[^s4] Ende der Datei: 4 Quellen.