--- id: petition-of-right-1628 title: Karl I. stimmt der Petition of Right zu date: '1628-06-01' datePrecision: month dateSources: - s2 - s3 summary: >- Am 7. Juni 1628 stimmte Karl I. einer Petition beider Häuser zu. Sie erklärte Steuern ohne Parlament, Haft ohne Grund, Zwangseinquartierung und Kriegsrecht gegen Zivilisten für rechtswidrig. themeId: theme-koenig-unter-dem-recht verification: verified sources: - key: s1 title: The Petition of Right [1627], 1627 c. 1 publisher: legislation.gov.uk (The National Archives) url: https://www.legislation.gov.uk/aep/Cha1/3/1/contents accessedAt: '2026-09-17' - key: s2 title: Petition of Right (June 7, 1628) publisher: Encyclopedia of the American Constitution (Encyclopedia.com) url: https://www.encyclopedia.com/politics/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/petition-right-june-7-1628 accessedAt: '2026-09-17' - key: s3 title: Petition of Right publisher: World History Encyclopedia url: https://www.worldhistory.org/article/1946/petition-of-right/ accessedAt: '2026-09-17' disputed: - claim: Jahreszahl im Titel des Dokuments positions: - value: The Petition of Right [1627], 1627 c. 1 source: s1 - value: Petition of Right (June 7, 1628) source: s2 resolution: >- Kein Widerspruch in der Sache: Die amtliche Fundstelle zählt nach Regierungsjahren Karls I. (3 Cha 1), die Zustimmung fiel auf den 7. Juni 1628. Das Feld date trägt deshalb das Kalenderdatum. provenance: origin: recherche reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-17' seeAlso: - id: magna-carta-1215 note: >- Die Petition beruft sich auf ältere Zusagen, statt neue Rechte zu verlangen. - id: bill-of-rights-1689 note: Was hier zugesagt und gebrochen wurde, wird 61 Jahre später erzwungen. --- Am 7. Juni 1628 stimmte König Karl I. der Petition of Right zu, die das Unterhaus und das Oberhaus gemeinsam an ihn gerichtet hatten.[^s2][^s3] Eingebracht hatte sie Sir Edward Coke, Jurist, Abgeordneter und früherer Sprecher des Unterhauses.[^s2][^s3] Die Petition benannte vier Missstände: Geldforderungen der Krone ohne Zustimmung des Parlaments, Inhaftierung ohne Angabe eines Grundes, die Einquartierung von Soldaten bei Zivilpersonen und Kriegsgerichte über Zivilisten.[^s2][^s3] Sie berief sich dabei nicht auf neue Rechte, sondern auf bestehendes Recht, das die Krone missachtet habe.[^s1] Der Anlass lag in den Jahren davor.[^s2][^s3] 1626 hatte Karl I. Zwangsanleihen erhoben, nachdem ihm das Parlament das Recht auf Zolleinnahmen verweigert hatte und der Krieg mit Frankreich Geld verlangte.[^s2][^s3] Als 1627 fünf Adlige, die nicht zahlen wollten, ohne Angabe von Gründen inhaftiert wurden und sich auf das Haftprüfungsrecht beriefen, blieb ihre Beschwerde erfolglos — dieser Fall steht am Anfang der Beschwerdeliste.[^s3] Die britische Gesetzesdatenbank führt den Text bis heute als geltendes Recht, unter dem amtlichen Kurztitel „The Petition of Right [1627]" und der Fundstelle 1627 c. 1.[^s1] Die Jahreszahl im Titel folgt der Zählung nach Regierungsjahren des Königs, nicht dem Kalenderjahr der Zustimmung.[^s1] Gegliedert ist der Text in eine Präambel und acht Abschnitte, darunter je einer zur Einquartierung und zu den Kriegsgerichten.[^s1] Karl I., der für den Krieg mit Frankreich dringend Geld brauchte, musste den Forderungen zustimmen.[^s3] Gehalten hat er sich nicht daran: Von 1629 bis 1640 berief er überhaupt kein Parlament ein.[^s3] Das Dokument gilt als eines der wichtigsten der englischen Verfassungsgeschichte und als Schritt auf dem Weg von der absoluten Monarchie zur parlamentarischen Demokratie.[^s2][^s3] Ende der Datei: 3 Quellen.