--- id: grundgesetz-1949 title: Der Parlamentarische Rat verkündet das Grundgesetz date: '1949-05-23' datePrecision: day dateSources: - s1 - s2 summary: >- Am 23. Mai 1949 wird in Bonn das Grundgesetz verkündet. Es heißt absichtlich nicht Verfassung: Es sollte gelten, bis sich ein wiedervereinigtes Deutschland eine gemeinsame gibt. Aus dem Provisorium wurde das langlebigste Verfassungswerk der deutschen Geschichte. themeId: theme-verfassung-auf-zeit verification: verified sources: - key: s1 title: '23. Mai 1949: Parlamentarischer Rat verkündet das Grundgesetz' publisher: Deutscher Bundestag url: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/1949-05-23-grundgesetz-641776 accessedAt: '2026-09-15' - key: s2 title: Verkündung des Grundgesetzes publisher: Bundesarchiv url: https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/online-entdecken/dokumente-zur-zeitgeschichte/verkuendung-des-grundgesetzes/ accessedAt: '2026-09-15' - key: s3 title: 'LeMO: Parlamentarischer Rat und Grundgesetz' publisher: Stiftung Haus der Geschichte url: https://www.hdg.de/lemo/kapitel/nachkriegsjahre/doppelte-staatsgruendung/entstehung-der-bundesrepublik-parlamentarischer-rat-und-grundgesetz.html accessedAt: '2026-09-15' provenance: origin: recherche reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-15' seeAlso: - id: menschenrechtserklaerung-1948 note: Ein halbes Jahr zuvor derselbe Gedanke, aber ohne bindende Wirkung. - id: mauerfall-1989 note: >- Vierzig Jahre später fiel die Teilung weg, für die das Provisorium gedacht war. --- Am 23. Mai 1949 verkündete der Parlamentarische Rat in Bonn das Grundgesetz.[^s2] Beschlossen hatte er es bereits am 8. Mai 1949 mit 53 gegen 12 Stimmen.[^s1] Am 12. Mai stimmten die Militärgouverneure der britischen, französischen und amerikanischen Zone zu.[^s2] Der Rat war am 1. September 1948 zusammengetreten: 65 stimmberechtigte Mitglieder, von den Landtagen der drei Westzonen gewählt, dazu fünf Berliner Vertreter mit beratender Stimme.[^s3] CDU/CSU und SPD stellten je 27 Abgeordnete, die FDP fünf, DP, KPD und Zentrum je zwei.[^s3] Den Vorsitz führte Konrad Adenauer, den Hauptausschuss leitete Carlo Schmid.[^s3] Angesichts der Teilung schlugen die Ministerpräsidenten nur ein provisorisches Grundgesetz vor; auch die Mitglieder des Rates gingen von einer Ordnung für eine Übergangszeit aus.[^s1][^s3] Zwei kommunistische Abgeordnete, Max Reimann und Heinz Renner, weigerten sich, „die Spaltung Deutschlands“ zu unterschreiben.[^s1] Der bayerische Landtag lehnte ab, erkannte den Text aber als verbindlich an; da die Zustimmung von zwei Dritteln der Länder genügte, galt er auch dort.[^s1][^s3] Die Sozialdemokratinnen Elisabeth Selbert und Frieda Nadig setzten gegen heftigen Widerstand den Satz durch, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind.[^s1] Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurde das Grundgesetz die Verfassung für ganz Deutschland.[^s1] Ende der Datei: 3 Quellen.