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  "id": "seikilos-epitaph-150",
  "title": "Eine Stele aus Tralleis bewahrt das Lied des Seikilos samt Melodie",
  "date": "0150-01-01",
  "summary": "Eine Marmorstele aus Tralleis, dem heutigen Aydın, trägt ein kurzes griechisches Lied samt Zeichen für die Tonhöhen. Datiert wird sie ins 2. Jahrhundert oder ins 1. oder 2. Jahrhundert; sie gilt als ältestes vollständig erhaltenes Musikstück.",
  "body": "Die Stele des Seikilos stammt aus Tralleis, dem heutigen Aydın in der Türkei, und trägt ein Lied mit griechischem Text.[^s2][^s4][^s3] Das Dänische Nationalmuseum, das die Stele besitzt, gibt dagegen Smyrna als Herkunft an.[^s6] Der Altphilologe Armand D’Angour datiert die Inschrift nach der Form ihrer Buchstaben in das 2. Jahrhundert n. Chr.[^s1] Auch Robert Rohland nennt das 2. Jahrhundert,[^s2] die World History Encyclopedia „um das 2. Jahrhundert“.[^s3] Guinness World Records und Classic FM nennen dagegen das 1. oder 2. Jahrhundert.[^s4][^s5] Ans Licht kam die Stele 1883.[^s1][^s4]\n\nÜber den 17 Wörtern des Liedes stehen kleine Buchstabenzeichen, die die Tonhöhen der Melodie angeben.[^s1] Ältere Musik mit Notation ist erhalten, etwa der „Hymnus an Nikkal“ und die Delphischen Hymnen, aber nur in Bruchstücken.[^s4] Das Lied des Seikilos gilt deshalb als ältestes vollständig erhaltenes Musikstück.[^s3][^s4][^s5] Sein Text verlangt, nicht traurig zu sein, solange man lebt.[^s2] Für Rohland lässt sich das Lied als Modell für das Motiv des „carpe diem“ lesen.[^s2]\n\nMit wem Seikilos die Inschrift verbindet, ist offen, denn vom zweiten Namen ist nur der Anfang „EUTER…“ sicher.[^s1] Guinness World Records nennt Euterpe seine Frau,[^s4] Egert Pöhlmann und Martin West lasen den Namen als den seines Vaters Euterpes,[^s1] und D’Angour denkt an die Muse der Lyrik.[^s1] Nach D’Angour ließ die Frau des Bahningenieurs Edward Purser den Sockel gerade sägen, um auf der Stele einen Blumentopf abzustellen; dabei ging wohl ein Teil des Textes verloren.[^s1] Später galt die Stele als verschollen und kam schließlich in das Dänische Nationalmuseum in Kopenhagen.[^s4] Dort trägt sie die Inventarnummer 14897.[^s3][^s6]",
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      "title": "The Song of Seikilos: a Musically Notated Ancient Greek Poem (Armand D’Angour)",
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      "title": "In Search of Present Time (Einleitung zu: Robert A. Rohland, Carpe Diem. The Poetics of Presence in Greek and Latin Literature)",
      "publisher": "Cambridge University Press",
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      "title": "Engraved on a tombstone almost 2,000 years ago, this is music’s oldest surviving composition (Sophia Alexandra Hall)",
      "publisher": "Classic FM",
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      "resolution": "Alle vier Quellen schließen das 2. Jahrhundert ein; die einzige, die ihre Datierung begründet (s1, Buchstabenformen), legt sich darauf fest."
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    "title": "Musik"
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    "title": "Die Notenschrift"
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      "title": "Guido von Arezzo schreibt die Töne um 1025 auf Linien im Terzabstand",
      "note": "Fast neunhundert Jahre älter ist die Melodie auf der Seikilos-Stele, notiert mit Zeichen über dem Text statt auf Linien."
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      "title": "Die Musica enchiriadis beschreibt im 9. Jahrhundert das mehrstimmige Singen",
      "note": "Zwei Tonschriften mit eigenen Zeichen für die Tonhöhe, gut sieben Jahrhunderte auseinander."
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      "title": "Delphische Hymnen stehen 128 v. Chr. mit Noten im Stein",
      "note": "Auch das Lied des Seikilos ist mit antiker Notenschrift in Stein gemeißelt."
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      "title": "Eine Tontafel aus Ugarit hält um 1400 v. Chr. eine Hymne an Nikkal samt Notation fest",
      "note": "Das Lied des Seikilos gilt als ältestes vollständig erhaltenes Lied; die Hymne an Nikkal ist älter, aber beschädigt."
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