--- id: auenbrugger-perkussion-1761 title: Leopold Auenbrugger beschreibt 1761 das Abklopfen des Brustkorbs date: '1761-01-01' datePrecision: year dateSources: - s1 - s4 summary: >- 1761 veröffentlicht Leopold Auenbrugger das „Inventum novum“, eine Anleitung, Krankheiten der Brust durch Abklopfen zu erkennen. Bekannt wird die Methode erst, als Corvisart das Buch 1808 übersetzt. themeId: theme-sitz-der-krankheit wikidata: - id: Q141642425 name: Inventum novum - id: Q78803 name: Leopold von Auenbrugger seeAlso: - id: morgagni-de-sedibus-1761 note: >- Im selben Jahr suchte Morgagni den Sitz der Krankheit nach dem Tod, Auenbrugger am Lebenden. - id: herophilos-sektionen-alexandria-290-v-chr note: Auch Auenbrugger lernte am toten Körper, was er am lebenden hören wollte. verification: verified sources: - key: s1 title: The Birth of Percussion publisher: Stanford Medicine 25 (Stanford University School of Medicine) url: https://stanfordmedicine25.stanford.edu/blog/archive/2014/The-Birth-of-Percussion.html accessedAt: '2026-10-14' - key: s2 title: Birth of percussion publisher: The Hospitalist (Society of Hospital Medicine) url: https://www.the-hospitalist.org/hospitalist/article/123104/birth-percussion accessedAt: '2026-10-14' - key: s3 title: Leopold Auenbrugger (Catholic Encyclopedia, 1913) publisher: Catholic Answers url: https://www.catholic.com/encyclopedia/leopold-auenbrugger accessedAt: '2026-10-14' - key: s4 title: Percussion (Physical Diagnosis), Garrison-Morton publisher: HistoryofMedicine.com (Jeremy Norman) url: https://historyofmedicine.com/subject?id=2155 accessedAt: '2026-10-14' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (manuell, Thema: Medizin in der Aufklärung)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-14' --- 1761 veröffentlichte der Arzt Leopold Auenbrugger das „Inventum novum ex percussione thoracis humani“.[^s1][^s4] Darin beschreibt er, wie man durch Abklopfen des Brustkorbs Krankheiten im Inneren der Brust erkennt.[^s1] Durch Klopfen mit dem Finger, so hatte er herausgefunden, ließ sich viel über krankhafte Veränderungen in der Brust erfahren.[^s3] Entwickelt haben soll er die Technik bereits 1754.[^s2] Auenbrugger hatte nach seiner Promotion zehn Jahre am Spanischen Militärspital in Wien gearbeitet.[^s3] 1762 gab er die Arbeit im Krankenhaus auf.[^s1] Als Ursprung der Idee gilt das Abklopfen von Weinfässern bei seinem Vater, einem Gastwirt: Auenbrugger soll als Junge selbst an die Fässer geklopft haben, um zu prüfen, wie voll sie waren,[^s2] oder seinem Vater dabei zugesehen haben.[^s1] Er erprobte die Technik an Leichen, in deren Brustfellraum er Flüssigkeit spritzte.[^s2] Erkannt wurde der Wert der Entdeckung erst viele Jahre nach der Veröffentlichung.[^s4] Zu den wenigen Ärzten der Wiener Schule, die Auenbruggers Methode vertraten, gehörte Stoll.[^s4] Bekannt machte sie Jean-Nicolas Corvisart, der Leibarzt Napoleons.[^s1][^s2] Corvisart lehrte das Abklopfen seine Studenten und gab das Buch 1808 übersetzt und kommentiert heraus.[^s2] Zu seinem Kreis gehörte auch René Laennec, der Erfinder des Stethoskops.[^s2] Ende der Datei: 4 Quellen.