--- id: reformstaatsvertrag-2025 title: 'Reformstaatsvertrag: Die Länder verordnen weniger Programme' date: '2025-12-01' datePrecision: day dateSources: - s1 - s4 summary: >- Am 1. Dezember 2025 tritt der Reformstaatsvertrag in Kraft. Er verpflichtet ARD, ZDF und Deutschlandradio zu weniger Hörfunk- und Spartenprogrammen, zu engerer Zusammenarbeit und zu strengeren Regeln für Texte im Netz; die Höhe des Beitrags regelt er nicht. themeId: theme-auftrag-und-beitrag verification: verified sources: - key: s1 title: >- Reformen bei ARD, ZDF und Deutschlandradio und beim Jugendmedienschutz treten in Kraft (Pressemitteilung vom 01.12.2025) publisher: Rundfunkkommission der Länder (Staatskanzlei Rheinland-Pfalz) url: https://www.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/reformen-bei-ard-zdf-und-deutschlandradio-und-beim-jugendmedienschutz-treten-in-kraft accessedAt: '2026-09-28' - key: s2 title: >- Entwurf des Staatsvertrages zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Pressemitteilung vom 28.01.2025) publisher: Der Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei url: https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1525304.php accessedAt: '2026-09-23' - key: s3 title: Landtag stimmt Medien-Staatsverträgen zu publisher: Landtag Brandenburg url: https://www.landtag.brandenburg.de/de/aktuelles/neuigkeiten/aktuelle_meldungen/landtag_stimmt_medien-staatsvertraegen_zu/46526 accessedAt: '2026-09-23' - key: s4 title: >- Größte Änderung seit Jahren: Nun gilt der neue Staatsvertrag für die Öffentlich-Rechtlichen publisher: DIGITAL FERNSEHEN url: https://www.digitalfernsehen.de/news/medien-news/politik/groesste-aenderung-seit-jahren-nun-gilt-der-neue-staatsvertrag-fuer-die-oeffentlich-rechtlichen-1165508/ accessedAt: '2026-09-23' - key: s5 title: >- Siebter Staatsvertrag zur Änderung medienrechtlicher Staatsverträge (Reformstaatsvertrag), Druckfassung publisher: Rundfunkkommission der Länder (Staatskanzlei Rheinland-Pfalz) url: https://rundfunkkommission.rlp.de/fileadmin/rundfunkkommission/Dokumente/ReformStV/7._MAEStV_ReformStV_Staatsvertrag_und_Begruendung/7._MAEStV_ReformStV_Druckfassung.pdf accessedAt: '2026-09-23' - key: s6 title: 'Aus 69 mach 53: Wie die ARD ihre Radioflotte neu aufstellt' publisher: newsroom.de url: https://www.newsroom.de/news/aktuelle-meldungen/vermischtes-3/aus-69-mach-53-wie-die-ard-ihre-radioflotte-neu-aufstellt-978419/ accessedAt: '2026-09-23' - key: s7 title: Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder in Berlin publisher: Sächsische Staatskanzlei url: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1082588 accessedAt: '2026-09-28' - key: s8 title: >- Wirtschaftliche und finanzielle Lage der Landesrundfunkanstalten (Bericht an die Landesparlamente, Juni 2026) publisher: ARD url: https://www.ard.de/die-ard/organisation-der-ard/rechtsgrundlagen/finanzbericht-der-ard-sender-102.pdf accessedAt: '2026-09-28' disputed: - claim: Umfang der Kürzung im Hörfunk positions: - value: höchstens 53 terrestrisch verbreitete Radiowellen bis 2027 source: s4 - value: von etwa 70 auf 50 Hörfunkprogramme source: s3 resolution: >- Der Vertrag nennt keine Gesamtzahl, sondern eine Obergrenze je Anstalt ab dem 1. Januar 2027. Eine Umfrage bei allen Anstalten ergibt daraus 53 statt bisher 69 Wellen; die Angabe des Landtags ist gerundet. Die ARD nennt in ihrem Bericht an die Landesparlamente selbst höchstens 53. provenance: origin: recherche reviewedBy: research reviewedAt: '2026-09-23' seeAlso: - id: medienstaatsvertrag-2020 note: >- Der Reformvertrag ändert den Medienstaatsvertrag — und wie 2020 wartete alles auf das letzte Landesparlament. - id: ard-gruendung-1950 note: >- Der Verbund, der 1950 aus sechs Anstalten entstand, soll nun weniger doppelt machen. - id: rundfunkbeitrag-2013 note: >- Der Beitrag, den der Vertrag unangetastet lässt, stammt in seiner heutigen Form von 2013. --- Am 1. Dezember 2025 trat der Siebte Medienänderungsstaatsvertrag in Kraft, der als Reformstaatsvertrag bezeichnet wird.[^s1][^s4][^s8] Unterzeichnet hatten ihn die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 14. bis 26. März 2025.[^s4] Als letztes Land stimmte am 19. November 2025 der Landtag Brandenburg zu, mit 45 Ja- gegen 39 Nein-Stimmen bei 84 anwesenden Abgeordneten.[^s3][^s4] Der Vertrag enthält neue Regeln zur Zahl der Spartenprogramme und Hörfunkkanäle, zur Presseähnlichkeit und zur Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Anstalten.[^s5][^s2] Das Verbot presseähnlicher Angebote wird geschärft, und in der ARD wird ein Federführerprinzip eingeführt.[^s2][^s5] Wie weit das Hörfunkangebot schrumpft, wird unterschiedlich angegeben: DIGITAL FERNSEHEN nennt höchstens 53 terrestrisch verbreitete Radiowellen bis 2027, der Landtag Brandenburg eine Verringerung von etwa 70 auf 50 Programme.[^s4][^s3] Der Vertrag selbst legt keine Gesamtzahl fest, sondern eine Obergrenze je Anstalt, die ab dem 1. Januar 2027 gilt: vier terrestrisch verbreitete Programme, dazu nach Landesrecht eines je volle sechs Millionen Einwohner im Sendegebiet.[^s5] Eine Umfrage bei allen Anstalten ergab daraus 53 statt bisher 69 Wellen.[^s6] Die ARD selbst nennt in ihrem Bericht an die Landesparlamente höchstens 53 terrestrisch verbreitete Radiowellen bis 2027.[^s8] Nicht geregelt ist die Höhe des Beitrags; er blieb zunächst bei 18,36 Euro im Monat.[^s4][^s8] Die Regierungschefs verständigten sich zugleich auf einen Wechsel zu einem neuen Finanzierungsmodell.[^s7] In Kraft trat es nicht: Der Staatsvertrag, der den Wechsel regeln sollte, wurde nicht von allen Ländern ratifiziert.[^s1] Das Inkrafttreten hing bis zuletzt an Brandenburg, wo die Abstimmung denkbar knapp ausfiel.[^s3][^s4] Ende der Datei: 8 Quellen.