--- id: berner-uebereinkunft-1886 title: Die Berner Übereinkunft schützt 1886 Werke über Landesgrenzen hinweg date: '1886-09-09' datePrecision: day dateSources: - s1 - s2 summary: >- Am 9. September 1886 unterzeichneten zehn Staaten die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst. Autoren genießen seither in jedem Verbandsland die Rechte der Einheimischen, ohne Formalitäten. themeId: theme-urheberrecht seeAlso: - id: statute-of-anne-1710 note: >- Das Statute of Anne gab Autoren ein Recht im eigenen Land; die Berner Übereinkunft trägt den Schutz über die Grenzen. verification: verified sources: - key: s1 title: >- Berne Convention for the Protection of Literary and Artistic Works (as amended on September 28, 1979) publisher: World Intellectual Property Organization (WIPO Lex) url: https://www.wipo.int/wipolex/en/text/283698 accessedAt: '2026-10-02' - key: s2 title: Commentary on the International Copyright Act 1886 publisher: >- Primary Sources on Copyright (1450–1900), University of Cambridge / Bournemouth University url: https://www.copyrighthistory.org/cam/commentary/uk_1886/uk_1886_com_10220082290.html accessedAt: '2026-10-02' - key: s3 title: International Copyright Relations of the United States (Circular 38A) publisher: U.S. Copyright Office url: https://www.copyright.gov/circs/circ38a.pdf accessedAt: '2026-10-02' disputed: - claim: Datum der Pariser Revision positions: - value: 24. Juli 1971 source: s1 - value: 27. Juli 1971 source: s3 resolution: >- Der Vertragstext selbst nennt den 24. Juli; die Angabe des Rundschreibens ist die abweichende. provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: literatur)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-02' --- Am 9. September 1886 wurde die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst unterzeichnet.[^s1][^s2] Unterzeichnet haben sie Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Haiti, Italien, Liberia, Spanien, die Schweiz und Tunesien.[^s2] In Kraft trat sie am 5. Dezember 1887; von den ursprünglichen Unterzeichnern ratifizierte sie damals nur Liberia nicht.[^s2] Den Anstoß gab die Internationale Literarische Vereinigung, die im Juni 1878 in Paris unter dem Vorsitz von Victor Hugo gegründet worden war und 1883 zur ALAI erweitert wurde.[^s2] Auf deren Bitte lud der Schweizer Bundesrat im Dezember 1883 die Regierungen zu einer diplomatischen Konferenz über den Schutz literarischer und künstlerischer Werke ein.[^s2] Nach dem Vertragstext genießen Autoren in den anderen Verbandsländern die Rechte, die diese ihren eigenen Staatsangehörigen gewähren.[^s1] An eine Formalität ist dieser Schutz nicht gebunden.[^s1] Die heutige Fassung schützt ein Werk zu Lebzeiten des Autors und fünfzig Jahre über den Tod hinaus.[^s1] Revidiert wurde die Übereinkunft unter anderem 1908 in Berlin, 1928 in Rom, 1948 in Brüssel, 1967 in Stockholm und 1971 in Paris.[^s1][^s3] Für die Pariser Fassung nennt der Vertragstext den 24. Juli 1971, ein Rundschreiben des U.S. Copyright Office den 27. Juli.[^s1][^s3] Die Vereinigten Staaten traten erst mit Wirkung zum 1. März 1989 bei.[^s3] Verwaltet wird die Übereinkunft von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO); dasselbe Rundschreiben zählt 182 Vertragsparteien, ohne einen Stand zu nennen.[^s3] Ende der Datei: 3 Quellen.