--- id: jean-de-berry-sammlung-1416 title: Jean de Berry stirbt 1416, und seine Sammlung wird zerstreut date: '1416-01-01' datePrecision: year dateSources: - s3 - s4 summary: >- 1416 starb Jean, Herzog von Berry, der Juwelen, Kameen, antike Münzen und Handschriften gesammelt hatte. Drei Inventare verzeichnen den Bestand; nach seinem Tod gingen die Stücke in viele Hände. themeId: theme-schatzkammer-und-sammler seeAlso: - id: kapitol-bronzen-sixtus-1471 note: >- Ein halbes Jahrhundert später übergab ein Papst antike Bronzen dem Volk, statt sie in einer Schatzkammer zu verwahren. - id: ashmolean-museum-1683 note: >- Hier ging eine Sammlung geschlossen an eine Universität und blieb beisammen. verification: verified sources: - key: s1 title: >- Inventaires de Jean duc de Berry (1401–1416), hg. von Jules Guiffrey, Band 1 (Paris: Ernest Leroux, 1894) publisher: Internet Archive url: https://archive.org/download/inventairesdejea01berruoft/inventairesdejea01berruoft_djvu.txt accessedAt: '2026-10-07' - key: s2 title: The Holy Thorn Reliquary publisher: Columbia University, Treasures of Heaven url: https://projects.mcah.columbia.edu/treasuresofheaven/relics/The-Holy-Thorn-Reliquary.php accessedAt: '2026-10-07' - key: s3 title: Les Très Riches Heures du Duc de Berry publisher: HistoryofInformation.com (Jeremy Norman) url: https://www.historyofinformation.com/detail.php?id=1484 accessedAt: '2026-10-07' - key: s4 title: Jean, Duke of Berry publisher: Encyclopedia.com (Gale) url: https://www.encyclopedia.com/humanities/culture-magazines/jean-duke-berry accessedAt: '2026-10-07' - key: s5 title: Patronage of Jean de Berry (1340–1416) publisher: The Metropolitan Museum of Art (Wendy A. Stein) url: https://www.metmuseum.org/essays/patronage-of-jean-de-berry-1340-1416 accessedAt: '2026-10-15' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: kunst)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-07' --- Jean, Herzog von Berry, wurde 1340 in Vincennes geboren und starb 1416 in Paris; Encyclopedia.com nennt als Umstand eine Pestepidemie.[^s4] Sein Stundenbuch, die Très Riches Heures, war bei seinem Tod 1416 unvollendet.[^s3] Er sammelte antike Münzen und Kameen, Juwelen, Gefäße aus Gold und Silber und Wandteppiche, dazu Hunde, Strauße und Kamele.[^s4] Seine Schätze verzeichnen drei Inventare aus den Jahren 1401, 1413 und 1416.[^s1] Das erste begann sein Juwelenverwahrer am 2. Dezember 1401 auf Schloss Dourdan.[^s1] Das Inventar von 1416 führt mehr als 300 Goldschmiedearbeiten auf.[^s5] Nach Jules Guiffrey, der die Inventare 1894 herausgab, geben ihre Beschreibungen und Randnotizen Auskunft über Beschaffenheit, Entstehung und Zerstreuung der Schätze.[^s1] Ein großer Teil der schönsten Juwelen gehörte dem Herzog schon nicht mehr, als das zweite Inventar entstand.[^s1] Das Heilig-Dorn-Reliquiar, das für ihn angefertigt wurde, gab er nach Darstellung der Columbia University vermutlich schon vor 1401 weg, vielleicht als Neujahrsgeschenk.[^s2] Es ist 1544 in der Schatzkammer der Habsburger in Wien verzeichnet und kam 1898 mit dem Waddesdon-Vermächtnis ins British Museum.[^s2] Nach historyofinformation.com starb der Herzog hoch verschuldet, und wegen der Schulden musste ein Teil seines Nachlasses aufgelöst werden; erhalten blieb dabei ein Bücherinventar von Schloss Mehun mit Schätzwerten für 162 Handschriften.[^s3] Unter denen, die die Reste der herzoglichen Bibliothek unter sich aufteilten, waren nach Guiffrey Leute jeden Standes.[^s1] Die Bibliothek lässt sich besser verfolgen als die übrigen Bestände, deren Edelmetall womöglich eingeschmolzen und deren Steine verstreut wurden.[^s3] Von rund 300 Büchern sind etwa 100 erhalten, verteilt auf Bibliotheken in aller Welt.[^s4] Die umfassendste Studie stellte aus allen erhaltenen Inventaren 297 Handschriften zusammen.[^s3] Die Très Riches Heures gingen an seinen Vetter René d'Anjou und liegen heute im Musée Condé in Chantilly.[^s3] Ende der Datei: 5 Quellen.