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  "id": "jean-de-berry-sammlung-1416",
  "title": "Jean de Berry stirbt 1416, und seine Sammlung wird zerstreut",
  "date": "1416-01-01",
  "summary": "1416 starb Jean, Herzog von Berry, der Juwelen, Kameen, antike Münzen und Handschriften gesammelt hatte. Drei Inventare verzeichnen den Bestand; nach seinem Tod gingen die Stücke in viele Hände.",
  "body": "Jean, Herzog von Berry, wurde 1340 in Vincennes geboren und starb 1416 in Paris; Encyclopedia.com nennt als Umstand eine Pestepidemie.[^s4] Sein Stundenbuch, die Très Riches Heures, war bei seinem Tod 1416 unvollendet.[^s3] Er sammelte antike Münzen und Kameen, Juwelen, Gefäße aus Gold und Silber und Wandteppiche, dazu Hunde, Strauße und Kamele.[^s4] Seine Schätze verzeichnen drei Inventare aus den Jahren 1401, 1413 und 1416.[^s1] Das erste begann sein Juwelenverwahrer am 2. Dezember 1401 auf Schloss Dourdan.[^s1] Das Inventar von 1416 führt mehr als 300 Goldschmiedearbeiten auf.[^s5]\n\nNach Jules Guiffrey, der die Inventare 1894 herausgab, geben ihre Beschreibungen und Randnotizen Auskunft über Beschaffenheit, Entstehung und Zerstreuung der Schätze.[^s1] Ein großer Teil der schönsten Juwelen gehörte dem Herzog schon nicht mehr, als das zweite Inventar entstand.[^s1] Das Heilig-Dorn-Reliquiar, das für ihn angefertigt wurde, gab er nach Darstellung der Columbia University vermutlich schon vor 1401 weg, vielleicht als Neujahrsgeschenk.[^s2] Es ist 1544 in der Schatzkammer der Habsburger in Wien verzeichnet und kam 1898 mit dem Waddesdon-Vermächtnis ins British Museum.[^s2]\n\nNach historyofinformation.com starb der Herzog hoch verschuldet, und wegen der Schulden musste ein Teil seines Nachlasses aufgelöst werden; erhalten blieb dabei ein Bücherinventar von Schloss Mehun mit Schätzwerten für 162 Handschriften.[^s3] Unter denen, die die Reste der herzoglichen Bibliothek unter sich aufteilten, waren nach Guiffrey Leute jeden Standes.[^s1] Die Bibliothek lässt sich besser verfolgen als die übrigen Bestände, deren Edelmetall womöglich eingeschmolzen und deren Steine verstreut wurden.[^s3] Von rund 300 Büchern sind etwa 100 erhalten, verteilt auf Bibliotheken in aller Welt.[^s4] Die umfassendste Studie stellte aus allen erhaltenen Inventaren 297 Handschriften zusammen.[^s3] Die Très Riches Heures gingen an seinen Vetter René d'Anjou und liegen heute im Musée Condé in Chantilly.[^s3]",
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      "title": "Inventaires de Jean duc de Berry (1401–1416), hg. von Jules Guiffrey, Band 1 (Paris: Ernest Leroux, 1894)",
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      "publisher": "Columbia University, Treasures of Heaven",
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      "publisher": "HistoryofInformation.com (Jeremy Norman)",
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      "publisher": "The Metropolitan Museum of Art (Wendy A. Stein)",
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      "note": "Hier ging eine Sammlung geschlossen an eine Universität und blieb beisammen."
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