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  "title": "Wiener Kongress: Acht Mächte ordnen Europa neu",
  "date": "1815-06-09",
  "summary": "Am 9. Juni 1815 unterzeichnen acht Mächte in Wien eine Schlussakte von über hundert Artikeln. Sie regelt Grenzen, aber auch Flussschifffahrt, Schweizer Neutralität und den Sklavenhandel — und hält fast hundert Jahre.",
  "body": "Am 9. Juni 1815 wurde in Wien die Schlussakte des Kongresses unterzeichnet, ein Vertragswerk von über hundert Artikeln.[^s1][^s2] Acht Ausfertigungen gingen an die acht Mächte des Kongresses: Österreich, Frankreich, Großbritannien, Portugal, Preußen, Russland, Spanien und Schweden.[^s1] Der Kongress hatte im September 1814 begonnen, nach Napoleons erster Abdankung, und endete neun Tage vor Waterloo; den Vorsitz führte der österreichische Außenminister Klemens von Metternich.[^s3] Das österreichische Exemplar liegt im Österreichischen Staatsarchiv und steht seit 1997 im Weltdokumentenerbe der UNESCO.[^s1]\n\nGeregelt wurde mehr als der Zuschnitt von Grenzen.[^s1][^s3] Der Kongress schuf den Deutschen Bund aus 39 Staaten, garantierte die Neutralität der Schweiz, verurteilte den Sklavenhandel und ordnete die Schifffahrt auf Rhein und Donau.[^s1][^s3] Der Vertragstext selbst wurde auf Französisch abgefasst; die englische Fassung, die Lord Castlereagh dem britischen Parlament vorlegte, ist eine Übersetzung.[^s2]\n\nOb Spanien am 9. Juni mitunterzeichnete, geben die Nachschlagewerke verschieden an.[^s1][^s3][^s4] Die UNESCO führt es unter den unterzeichnenden Mächten, ebenso die Encyclopedia of Modern Europe.[^s1][^s4] Die englische Wikipedia nennt dagegen sieben Unterzeichner ohne Spanien und datiert dessen Beitritt auf den 7. Mai 1817.[^s3] Den Grund für die Weigerung nennt sie ebenfalls, eine Mischung aus Machtpolitik und Geld: die Stellung Österreichs in Norditalien, die geringe Beteiligung der kleineren Mächte und eine Entschädigung von fünf Millionen Franc, während andere Großmächte je hundert Millionen erhielten.[^s3] Die Ordnung, die in Wien entstand, hielt fast hundert Jahre ohne einen großflächigen europäischen Krieg und gilt als Vorbild für spätere Staatenbünde bis hin zum Völkerbund.[^s3]",
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      "title": "Final Document of the Congress of Vienna 1815",
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      "title": "Final Act of the Congress of Vienna (englische Übersetzung des Vertragstextes)",
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      "title": "Congress of Vienna",
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      "title": "Congress of Vienna (aus: Encyclopedia of Modern Europe — Europe 1789-1914)",
      "publisher": "Encyclopedia.com",
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      "note": "Die nächste Ordnung desselben Jahrhunderts, diesmal für den Krieg zur See."
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      "resolution": "Spanien unterzeichnete nicht; es protestierte gegen die Regelung der italienischen Frage, nachdem sein Gesandter Labrador mit dem Antrag auf Vorbehalte gescheitert war. Die Gegenangabe zählt anderes: Acht Ausfertigungen gingen an die acht Kongressmächte — Empfänger, nicht Unterschriften."
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    "title": "Konflikte"
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    "title": "Eine Ordnung für einen Erdteil"
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      "title": "Die Pariser Seerechtsdeklaration schafft die Kaperei ab",
      "note": "Einundvierzig Jahre zuvor wurde die Ordnung gesetzt, deren Regeln hier geschrieben werden."
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      "title": "Der Louvre öffnet am 10. August 1793 als Museum der Republik",
      "note": "Der Kongress verlangte die Rückgabe der Kunst, die Napoleon in den Louvre gebracht hatte."
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      "title": "Der Frieden von Utrecht schreibt das Gleichgewicht der Mächte in einen Vertrag",
      "note": "Hundert Jahre später ordnen die Mächte Europa erneut auf einem Kongress."
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      "title": "Der Westfälische Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg",
      "note": "Derselbe Gedanke, hundertsiebenundsechzig Jahre später und für einen ganzen Erdteil."
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      "title": "Venedig bringt 1204 die vier Pferde von San Marco als Beute aus Konstantinopel",
      "note": "Nach Napoleons Sturz wurde Beutekunst zurückverlangt; 1815 kehrten auch die Pferde nach Venedig zurück."
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      "name": "Neueste Geschichte",
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  "creditText": "Footnoted — footnoted.net",
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