--- id: genfer-protokoll-1925 title: Genfer Protokoll verbietet 1925 Giftgas, nicht aber dessen Besitz date: '1925-06-17' datePrecision: day dateSources: - s2 - s3 summary: >- Am 17. Juni 1925 wurde in Genf das Protokoll unterzeichnet, das den Einsatz von Giftgas und bakteriologischen Mitteln im Krieg verbietet. Entwicklung, Herstellung und Besitz solcher Waffen ließ es zu. themeId: theme-aechtung-und-schutz wikidata: - id: Q605626 name: Genfer Protokoll seeAlso: - id: gasangriff-ypern-1915 note: Der Gasangriff, nach dem die Staaten das Verbot aushandelten. - id: haager-landkriegsordnung-1907 note: >- Das ältere Verbot von Gift, das den Einsatz von Gas aus Flaschen nicht erfasste. - id: genfer-konventionen-1949 note: >- Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das humanitäre Völkerrecht in Genf neu gefasst. verification: verified sources: - key: s1 title: 1925 Geneva Protocol publisher: United Nations Office for Disarmament Affairs (UNODA) url: https://www.unoda.org/en/our-work/weapons-mass-destruction/secretary-generals-mechanism-investigation-alleged-use-chemical-and-biological-weapons-unsgm/1925-geneva-protocol accessedAt: '2026-10-14' - key: s2 title: >- Protocol for the Prohibition of the Use in War of Asphyxiating, Poisonous or Other Gases, and of Bacteriological Methods of Warfare (Vertragstext) publisher: Federation of American Scientists url: https://nuke.fas.org/control/geneva/text/geneva1.htm accessedAt: '2026-10-14' - key: s3 title: 'The 1925 Geneva Protocol (Historical Notes #6, Jean Pascal Zanders)' publisher: The Trench url: https://www.the-trench.org/1925-geneva-protocol-negotiation accessedAt: '2026-10-14' - key: s4 title: >- Legacy and impact of the 1925 Geneva Protocol: one hundred years of treaties and debates on chemical and biological weapons (Grunden, Tuovinen) publisher: Frontiers in Microbiology (via PubMed Central) url: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12755154/ accessedAt: '2026-10-14' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (manuell, Thema: Epoche Der industrielle Krieg)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-14' --- Am 17. Juni 1925 wurde in Genf das Protokoll unterzeichnet, das den Einsatz erstickender, giftiger und ähnlicher Gase sowie bakteriologischer Mittel im Krieg verbietet.[^s2][^s3] Ausgehandelt wurde es auf einer Konferenz unter dem Dach des Völkerbunds, die vom 4. Mai bis 17. Juni 1925 in Genf tagte.[^s1] Die Konferenz sollte eigentlich den internationalen Waffenhandel regeln; der amerikanische Vorschlag zu chemischen Waffen löste sich davon und wurde zu einem eigenen Dokument.[^s3] Von den 44 Delegationen waren 26 befugt, das Protokoll noch vor Ende der Konferenz zu unterzeichnen.[^s3] In Kraft trat es am 8. Februar 1928.[^s1][^s2] Der Vertragstext hält fest, dass der Einsatz solcher Gase im Krieg von der allgemeinen Meinung der zivilisierten Welt zu Recht verurteilt worden sei.[^s2] Die Vertragsparteien nahmen das Verbot an, dehnten es auf bakteriologische Kriegsmittel aus und verpflichteten sich, untereinander daran gebunden zu sein.[^s2] Polen hatte vorgeschlagen, die bakteriologische Kriegführung einzubeziehen, und kein Delegierter widersprach.[^s3] Entwicklung, Herstellung und Besitz chemischer und biologischer Waffen verbot das Protokoll nicht.[^s3] Auch eine Überprüfung sah es nicht vor.[^s4] Die Vereinigten Staaten ratifizierten das Protokoll erst im Januar 1975, nachdem der Senat im Dezember 1974 zugestimmt hatte.[^s2] Das Protokoll bereitete den Weg für das Biowaffen-Übereinkommen von 1972 und das Chemiewaffen-Übereinkommen von 1993.[^s3] Das Biowaffen-Übereinkommen trat 1975 in Kraft.[^s4] Ende der Datei: 4 Quellen.