--- id: genfer-konventionen-1949 title: 'Genfer Konventionen 1949: Vier Abkommen schützen auch Zivilisten' date: '1949-08-12' datePrecision: day dateSources: - s1 - s3 summary: >- Am 12. August 1949 wurden in Genf die vier Genfer Konventionen angenommen. Sie schützen Verwundete, Schiffbrüchige, Kriegsgefangene und Zivilpersonen und sind heute von allen Staaten ratifiziert. themeId: theme-aechtung-und-schutz wikidata: - id: Q133536 name: Genfer Konventionen seeAlso: - id: genfer-konvention-1864 note: >- Die erste Genfer Konvention, die 1949 in der ersten der vier Konventionen aufging. - id: haager-landkriegsordnung-1907 note: >- Die Haager Regeln zur Kriegführung, neben denen das Genfer Recht den Schutz der Opfer regelt. - id: nuernberger-urteil-1946 note: >- Drei Jahre zuvor hatte Nürnberg Verbrechen an Kriegsgefangenen und Zivilisten bestraft. verification: verified sources: - key: s1 title: 'The 1949 Geneva Conventions: a primer' publisher: Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Cross-Files url: https://blogs.icrc.org/cross-files/the-1949-geneva-conventions-a-primer/ accessedAt: '2026-10-14' - key: s2 title: Geneva Conventions publisher: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) url: https://www.eda.admin.ch/en/geneva-conventions accessedAt: '2026-10-14' - key: s3 title: >- Genfer Abkommen über den Schutz der Opfer bewaffneter Konflikte (1949), zweisprachiger Vertragstext publisher: Deutsches Rotes Kreuz url: https://www.drk.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Das_DRK/Materialien/Allgemein/DRK_Genfer_Abkommen_01_Schutz_der_Opfer.pdf accessedAt: '2026-10-14' - key: s4 title: Geneva Conventions publisher: Irish Red Cross url: https://www.redcross.ie/international-humanitarian-law/geneva-conventions/ accessedAt: '2026-10-14' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (manuell, Thema: Epoche Der industrielle Krieg)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-14' --- Am 12. August 1949 wurden in Genf die vier Genfer Konventionen angenommen.[^s1][^s3] Ausgearbeitet hatte sie eine diplomatische Konferenz, die vom 21. April bis 12. August 1949 in Genf tagte.[^s3] Den Vorsitz führte der Schweizer Bundesrat Max Petitpierre.[^s2] Der Zweite Weltkrieg hatte gezeigt, dass der bestehende Schutz verstärkt werden musste.[^s2] Die erste und die zweite Konvention verpflichten die Kriegsparteien, Kranke, Verwundete und Schiffbrüchige zu schützen, ebenso Sanitätspersonal, Krankenwagen und Spitäler.[^s2] Die dritte regelt die Behandlung von Kriegsgefangenen.[^s2][^s1] Die vierte schützt Zivilpersonen in der Hand des Gegners, im eigenen wie im besetzten Gebiet.[^s2][^s4] Der allen vier gemeinsame Artikel 3 gilt für bewaffnete Konflikte ohne internationalen Charakter.[^s3][^s1] Er wird oft als „Konvention im Kleinen“ bezeichnet.[^s1] Die erste Konvention trat am 21. Oktober 1950 in Kraft, für die Bundesrepublik Deutschland am 3. März 1955.[^s3] Heute haben alle Staaten die vier Konventionen ratifiziert.[^s2][^s1] 1977 kamen zwei Zusatzprotokolle hinzu, 2005 ein drittes.[^s2] Das dritte führte mit dem roten Kristall ein zusätzliches Schutzzeichen ein.[^s2] Ende der Datei: 4 Quellen.