--- id: atomwaffenverbotsvertrag-2021 title: Der Atomwaffenverbotsvertrag tritt in Kraft date: '2021-01-22' datePrecision: day dateSources: - s1 - s3 summary: >- Am 22. Januar 2021 tritt der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen in Kraft. Für seine Vertragsstaaten sind Besitz, Stationierung und Drohung erstmals ausdrücklich völkerrechtlich verboten. themeId: theme-abschreckung verification: verified sources: - key: s1 title: Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons publisher: Vereinte Nationen (UNODA) url: https://disarmament.unoda.org/wmd/nuclear/tpnw/ accessedAt: '2026-09-16' - key: s2 title: TPNW entry into force marks the beginning of the end of nuclear weapons publisher: Internationales Komitee vom Roten Kreuz url: https://www.icrc.org/en/document/tpnw-entry-force-marks-beginning-end-nuclear-weapons accessedAt: '2026-09-16' - key: s3 title: Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons publisher: Wikipedia url: https://en.wikipedia.org/wiki/Treaty_on_the_Prohibition_of_Nuclear_Weapons accessedAt: '2026-09-16' provenance: origin: recherche createdBy: /research (Musterlauf, zweiter Anlauf) reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-16' seeAlso: - id: hiroshima-1945 note: Der Einsatz, aus dem heraus das Rote Kreuz schon 1945 ein Verbot forderte. - id: kubakrise-1962 note: 'Der Gegenentwurf: Sicherheit durch Drohung statt durch Verbot.' --- Am 22. Januar 2021 trat der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen in Kraft, nachdem am 24. Oktober 2020 die fünfzigste Ratifikations- oder Beitrittsurkunde hinterlegt worden war — fünfzig waren dafür erforderlich.[^s1][^s2] In Kraft trat er neunzig Tage nach dieser Hinterlegung.[^s3] Angenommen worden war er bereits am 7. Juli 2017 mit den Stimmen von 122 Staaten; zur Unterzeichnung lag er ab dem 20. September 2017 aus.[^s1] Der Vertrag verbietet seinen Vertragsstaaten, Kernwaffen zu entwickeln, zu erproben, herzustellen, zu erwerben, zu besitzen, zu lagern, einzusetzen oder mit ihrem Einsatz zu drohen.[^s1] Untersagt sind außerdem die Stationierung fremder Kernwaffen im eigenen Hoheitsgebiet und jede Unterstützung verbotener Handlungen.[^s1] Hinzu kommen Pflichten, die über das Verbot hinausgehen: Hilfe für Opfer von Einsatz und Erprobung sowie die Sanierung verseuchter Gebiete.[^s1] Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sah in ihm das Signal, dass jeder Einsatz von Kernwaffen nun auch rechtlich unannehmbar sei.[^s2] Zugleich hielt sein Präsident fest, wie wenig damit erledigt ist: Es gebe weiterhin mehr als dreizehntausend Kernwaffen, mehrere tausend davon in hoher Alarmbereitschaft.[^s2] Die Vertragsstaaten gehören meist auch kernwaffenfreien Zonen an.[^s3] Kein Staat, der Kernwaffen besitzt, ist ihm beigetreten, und auch die Staaten, die sich auf nukleare Abschreckung stützen, blieben fern.[^s3] Ende der Datei: 3 Quellen.