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  "id": "friendster-2003",
  "title": "Friendster hat 2003 Millionen Nutzer und verliert sie an Myspace",
  "date": "2003-01-01",
  "summary": "2003 ging Friendster an den Start und hatte im Herbst 3 Millionen Nutzer. Langsame Server und die Löschung von Fantasieprofilen trieben viele zu Myspace.",
  "body": "Friendster ging 2003 an den Start und wuchs innerhalb weniger Monate auf Millionen Nutzer.[^s1][^s2] Gegründet hatte es der frühere Netscape-Programmierer Jonathan Abrams, als Konkurrenz zu Partnerbörsen wie JDate und Match.com.[^s3] Der Gedanke dahinter: Freunde von Freunden sollten einander kennenlernen, weil sie nach der Annahme der Gründer besser zueinander passten als Fremde.[^s5] Abrams verschickte Einladungen an 20 Freunde und Verwandte; im Juni hatte Friendster 835.000 Nutzer, im Herbst 3 Millionen.[^s1] Beim Startdatum gehen die Quellen auseinander: Mental Floss nennt den März 2003, danah boyd und Nicole Ellison setzen den Start schon 2002 an.[^s1][^s5] Im August 2002 lief eine private Version für Freunde des Gründers, im März 2003 öffnete die öffentliche Beta-Seite.[^s6][^s7]\n\nMit dem Ansturm kam die Technik nicht mit: Die Server mussten für jeden Nutzer ein eigenes Netz berechnen, und eine Seite brauchte manchmal 40 Sekunden zum Laden.[^s1] Dazu kam der Streit um die „Fakester“, Profile, die nicht ihren Urheber darstellten, sondern etwa ein Haustier oder eine berühmte Person.[^s3] Abrams ließ sie löschen.[^s4] Im August 2003 sagte er dem SF Weekly: „No. They're all going. All of them.“[^s3] Viele frühe Nutzer gingen wegen technischer Probleme, sozialer Zusammenstöße und eines Vertrauensbruchs zwischen Nutzern und Betreiber.[^s5] Myspace, 2003 gegründet, warb gezielt um enttäuschte Friendster-Nutzer.[^s5] 2005 zählte Myspace monatlich 22,1 Millionen einzelne Nutzer, Friendster 1,1 Millionen.[^s1]\n\nEin Angebot von Google über 30 Millionen Dollar in Aktien hatte Abrams 2003 abgelehnt; nach einem Bericht der New York Times von 2006 wäre es bald eine Milliarde Dollar wert gewesen.[^s1] Außerhalb der USA fasste Friendster vor allem auf den pazifischen Inseln Fuß.[^s5] 2009 wurde es für 40 Millionen Dollar an MOL Global verkauft, das daraus eine Seite für Online-Spiele machte.[^s1] Ab 2011 wurden Fotos, Profile und Nachrichten der Nutzer gelöscht.[^s1] boyd und Ellison nennen Friendster mit einem Wort von Chafkin „one of the biggest disappointments in Internet history“.[^s5]",
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      "title": "Antisocial Media: The Rise and Fall of Friendster (Jake Rossen, 13. September 2018)",
      "publisher": "Mental Floss",
      "url": "https://www.mentalfloss.com/culture/social-media/friendster-rise-and-fall-jonathan-abrams",
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      "title": "Content Moderation Case Study: Friendster Battles Fakesters (2003)",
      "publisher": "Techdirt (Copia Institute, zuerst bei der Trust & Safety Foundation)",
      "url": "https://www.techdirt.com/2021/04/16/content-moderation-case-study-friendster-battles-fakesters-2003/",
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      "title": "A Working History of the Verified Internet, Part two: The battle between Friendsters and Fakesters (Robyn Caplan, 2024)",
      "publisher": "Data & Society",
      "url": "https://datasociety.net/research-library/a-working-history-of-the-verified-internet-part-two-the-battle-between-friendsters-and-fakesters/",
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      "title": "Make New Friends (Scott Lamb, LA Weekly, 5. August 2004; Wiedergabe im Portfolio des Autors)",
      "publisher": "NYU Arthur L. Carter Journalism Institute",
      "url": "https://nyujournalismprojects.org/portfolio/lamb/friendster.html",
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      "title": "Social Network Sites: Definition, History, and Scholarship (Journal of Computer-Mediated Communication 13, S. 210–230; Autorenkopie)",
      "publisher": "danah boyd und Nicole B. Ellison, Journal of Computer-Mediated Communication",
      "url": "https://www.danah.org/papers/JCMCIntro.pdf",
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      "title": "Friendster",
      "publisher": "Metro Silicon Valley (Metroactive)",
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      "title": "Friendster: hot dates for the dating-averse",
      "publisher": "The Globe and Mail",
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      "note": "Ein Jahr später startete thefacebook und schloss Fremde von vornherein aus."
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      "resolution": "Beide meinen verschiedene Schritte: Im August 2002 lief eine private Version für Freunde des Gründers, im März 2003 öffnete die öffentliche Beta-Seite (s6, s7); der offizielle Start stand im Oktober 2003 noch aus."
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      "title": "SixDegrees.com verbindet ab 1997 Profile und Freundeslisten",
      "note": "Der nächste Anlauf mit Freundeslisten, diesmal mit Millionen Nutzern und denselben Fragen nach dem Geschäft."
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