--- id: dns-1983 title: Das Domain Name System ersetzt die eine große Namensdatei date: '1983-11-01' summary: >- Bis 1983 lag die Zuordnung von Rechnernamen zu Adressen in einer einzigen Datei, die jeder Rechner des Netzes herunterlud. Das Domain Name System macht daraus ein verteiltes Verzeichnis — die Voraussetzung dafür, dass das Netz weiter wachsen konnte. themeId: theme-namen-statt-nummern verification: verified sources: - key: s1 title: 'RFC 1034: Domain Names — Concepts and Facilities' publisher: RFC Editor url: https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc1034.txt accessedAt: '2026-09-15' - key: s2 title: Internet History of 1980s publisher: Computer History Museum url: https://www.computerhistory.org/internethistory/1980s/ accessedAt: '2026-09-15' - key: s3 title: Paul Mockapetris publisher: Internet Hall of Fame url: https://www.internethalloffame.org/inductee/paul-mockapetris/ accessedAt: '2026-09-15' - key: s4 title: History of the Domain Name System (ICANN Briefing Book 2000) publisher: Berkman Center for Internet & Society, Harvard University url: https://cyber.harvard.edu/icann/pressingissues2000/briefingbook/dnshistory.html accessedAt: '2026-10-02' datePrecision: month dateSources: - s2 - s4 provenance: origin: recherche reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-15' seeAlso: - id: tcp-ip-umstellung-1983 note: Dasselbe Jahr, dieselbe Ursache — das Netz war seinen Anfängen entwachsen. - id: www-vorschlag-1989 note: Adressen im Web setzen dieses Verzeichnis voraus. - id: dnssec-rootzone-2010 note: >- Ob eine Antwort dieses Verzeichnisses echt ist, ließ sich erst ab 2010 bis zur Wurzel prüfen. --- Im November 1983 entstand das Domain Name System;[^s4] entwickelt wurde es von Jon Postel, Paul Mockapetris und Craig Partridge.[^s2] Es ersetzte ein Verfahren, bei dem die Zuordnung von Rechnernamen zu Adressen in einer einzigen Datei stand — HOSTS.TXT, gepflegt vom Network Information Center und von jedem Rechner des Netzes per FTP abgeholt.[^s1] Dieses Verfahren skalierte nicht.[^s1] RFC 1034 nennt als Anstoß drei Entwicklungen: Der Datenverkehr für die Verteilung wuchs mit dem Quadrat der Rechnerzahl; lokale Organisationen mussten auf das NIC warten und wollten ihre Namen selbst ordnen; und die Anwendungen brauchten einen allgemeinen Namensdienst.[^s1] Die Lösung war eine hierarchische, verteilte Datenbank, gepflegt von den lokalen Verwaltern, mit Zwischenspeicherung zur Leistungsverbesserung.[^s1] Ein Jahr später kamen die Top-Level-Domains hinzu: .gov, .mil, .edu, .org, .net und .com.[^s2] Der praktische Gewinn lag darin, dass Rechner leicht erkennbare Namen statt Zahlen bekamen; nach der Internet Hall of Fame wurde das Netz dadurch für den Alltag weit zugänglicher.[^s3] Die formale Beschreibung wurde 1987 in RFC 1034 und RFC 1035 neu gefasst; sie lösten die ursprünglichen Dokumente von 1983 ab.[^s1] Ende der Datei: 4 Quellen.