--- id: wto-fischereisubventionen-2025 title: Das WTO-Abkommen über Fischereisubventionen tritt in Kraft date: '2025-09-15' datePrecision: day dateSources: - s1 - s2 summary: >- Am 15. September 2025 trat das WTO-Abkommen über Fischereisubventionen in Kraft, nachdem zwei Drittel der Mitglieder es angenommen hatten. Es verbietet Subventionen für illegale Fischerei, für die Befischung überfischter Bestände und für ungeregelte Hochseegebiete. themeId: theme-welthandelsordnung verification: verified sources: - key: s1 title: Agreement on Fisheries Subsidies (Rechtstext und Protokoll) publisher: Welthandelsorganisation (WTO) url: https://www.wto.org/english/docs_e/legal_e/fish_e.htm accessedAt: '2026-09-22' - key: s2 title: 'STATEMENT: WTO Agreement to Tackle Harmful Fisheries Enters into Force' publisher: World Resources Institute url: https://www.wri.org/news/statement-wto-agreement-tackle-harmful-fisheries-enters-force accessedAt: '2026-09-22' - key: s3 title: 'RELEASE: Fisheries Subsidies Agreement Enters Into Force' publisher: Pacific Islands Forum Secretariat url: https://forumsec.org/publications/release-fisheries-subsidies-agreement-enters-force accessedAt: '2026-09-22' - key: s4 title: >- First-Ever Fisheries Subsidies Agreement Enters into Force at the World Trade Organization publisher: K&L Gates url: https://www.klgates.com/First-Ever-Fisheries-Subsidies-Agreement-Enters-into-Force-at-the-World-Trade-Organization-10-1-2025 accessedAt: '2026-09-22' - key: s5 title: Fisheries Subsidies — Post-MC14 Briefing note publisher: Welthandelsorganisation (WTO) url: >- https://www.wto.org/english/thewto_e/minist_e/mc14_e/briefing_notes_e/fisheriessubsidies_e.htm accessedAt: '2026-09-22' - key: s6 title: >- MC14 concludes with adopted decisions, progress on key outstanding issues (30. März 2026) publisher: Welthandelsorganisation (WTO) url: https://www.wto.org/english/news_e/news26_e/mc14_30mar26_354_e.htm accessedAt: '2026-09-22' provenance: origin: recherche createdBy: '/research (Musterlauf: handel)' reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-22' seeAlso: - id: wto-berufungsgremium-2019 note: >- Neue Regeln entstehen, während die Streitschlichtung derselben Organisation stillsteht. - id: gatt-1947 note: >- Die Ordnung, aus der die WTO hervorging — damals ging es um Zölle, nicht um Bestände. --- Am 15. September 2025 trat das Abkommen der Welthandelsorganisation über Fischereisubventionen in Kraft.[^s1][^s2] Vorausgesetzt war die Annahme durch zwei Drittel der Mitglieder; erforderlich waren dafür 111 Annahmeurkunden.[^s2] Die letzten vier, mit denen die Schwelle überschritten wurde, kamen von Tonga, Brasilien, Kenia und Vietnam.[^s3] Beschlossen worden war der Text auf der zwölften Ministerkonferenz; das zugehörige Protokoll trägt das Datum des 17. Juni 2022.[^s1] Das Abkommen verbietet drei Arten von Subventionen: für Schiffe und Betreiber, die illegale, nicht gemeldete oder unregulierte Fischerei betreiben, für die Befischung überfischter Bestände, solange kein Bewirtschaftungsprogramm zum Wiederaufbau läuft, und für Fischerei außerhalb der Zuständigkeit eines Küstenstaats oder einer regionalen Fischereiorganisation.[^s1][^s4] Für Gebiete, deren Bestand nicht bekannt ist, verlangt der Text Zurückhaltung statt eines Verbots.[^s1] Ein freiwilliger Fonds soll Entwicklungsländer bei der Umsetzung unterstützen; er wird nicht aus dem regulären Haushalt der Organisation finanziert.[^s1] Verhandelt worden war darüber rund zwei Jahrzehnte.[^s2] Was jetzt gilt, ist zudem befristet: Artikel 12 setzt den Mitgliedern vier Jahre, um umfassendere Regeln zu beschließen — sonst tritt das Abkommen wieder außer Kraft.[^s4] Diese umfassenderen Regeln sollen jene Subventionen erfassen, die die Fangkapazität erhöhen.[^s2] Von den acht pazifischen WTO-Mitgliedern hatten zum Zeitpunkt des Inkrafttretens vier angenommen — Australien, Fidschi, Neuseeland und Tonga —, die übrigen vier arbeiteten auf die Ministerkonferenz im März 2026 hin.[^s3] Diese Konferenz hat inzwischen stattgefunden.[^s5] Bei ihrer Eröffnung am 26. März 2026 in Yaoundé hinterlegten Paraguay, Samoa sowie St. Vincent und die Grenadinen ihre Urkunden; damit lagen 119 vor.[^s5] Die umfassenderen Regeln beschloss sie nicht: Die Minister vereinbarten, die Verhandlungen fortzusetzen und der fünfzehnten Ministerkonferenz Empfehlungen vorzulegen.[^s6] Die Frist aus Artikel 12 läuft davon unberührt weiter.[^s1][^s4] Ende der Datei: 6 Quellen.