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  "id": "hoechstpreisedikt-301",
  "title": "Vier Kaiser setzen Höchstpreise für rund 1400 Waren und Dienstleistungen fest",
  "date": "0301-01-01",
  "summary": "Im Jahr 301 erließen die vier Tetrarchen ein reichsweites Edikt, das für rund 1400 Waren und Dienstleistungen Höchstpreise vorschrieb. Der Tag der Ausfertigung ist nicht überliefert; der Text ist nur in Inschriftenbruchstücken erhalten, das vollständigste Stück steht in Aphrodisias.",
  "body": "Im Jahr 301 erließen Diokletian und seine drei Mitkaiser ein Edikt, das für das ganze Reich Höchstpreise vorschrieb: rund 1400 Waren und Dienstleistungen, nach der älteren Zählung von Siegfried Lauffer geordnet in 37 Kapiteln; Crawfords Neuausgabe zählt 70 Abschnitte.[^s2][^s3] Begründet wurde es mit der Teuerung, die der Text der Habgier von Händlern zuschreibt.[^s1][^s2][^s3] Neu war dabei nicht die Preisvorschrift als solche — Festpreise sind aus Mesopotamien und aus früheren römischen Erlassen bekannt —, sondern dass hier eine Obergrenze statt eines festen Preises gesetzt wurde.[^s3] Der Tag der Ausfertigung ist nicht überliefert: Ein Fragment aus Ägypten nennt die achtzehnte tribunicia potestas, woraus sich Ende November oder Anfang Dezember 301 ergibt.[^s3]\n\nErhalten ist der Erlass als Inschrift.[^s2] Die Besprechung der Neuausgabe von Michael Crawford zählt über vierzig bruchstückhafte Exemplare, alle aus dem Ostteil des Reiches; das vollständigste ist die lateinische Fassung aus Aphrodisias, die etwa 40 Prozent des Textes bewahrt.[^s2] Sie war in die Marmorverkleidung der Zivilbasilika eingelassen, zusammen mit dem Münzedikt desselben Jahres.[^s1] Eine ältere Zählung kommt auf rund 140 einzelne Bruchstücke und nennt einen Fundort außerhalb des Ostens: ein griechisches Stück aus Pettorano in den Abruzzen.[^s3] Die Fundorte liegen an Fernstraßen, in Häfen und an Heiligtümern — Orten, an denen Händler zusammenkamen.[^s3]\n\nAuf die Präambel folgt eine Strafandrohung; ihr Ton ist moralisierend und stark rhetorisch.[^s1] Wie das Edikt wirkte, ist strittig.[^s3] Laktanz schrieb wenige Jahrzehnte später, wegen geringfügiger Waren sei viel Blut geflossen, aus Furcht sei nichts mehr zum Verkauf angeboten worden, und das Gesetz sei schließlich wieder aufgehoben worden.[^s3] Diese Darstellung ist eine Schmähschrift gegen Konstantins Vorgänger, und das Blutvergießen hat in keiner anderen Quelle eine Entsprechung.[^s3] Für eine gewisse Geltungsdauer spricht die Inschrift aus Aphrodisias selbst: Ihr Abschnitt über Seefracht wurde nachträglich überarbeitet, was Zeit zwischen dem Einmeißeln und der Änderung voraussetzt.[^s3]",
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      "title": "Diocletian's edict of maximum prices at the Civil Basilica in Aphrodisias",
      "publisher": "Bryn Mawr Classical Review",
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      "title": "Diocletian's Edict on Maximum Prices of 301 AD. A fragment found in Aigeira",
      "publisher": "historia.scribere (Universität Innsbruck)",
      "url": "https://historia.scribere.at/historia_scribere/en/article/download/2284/1836/2832",
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      "note": "Wieder greift eine Zentralgewalt in den Preis ein — dort über das Geld, hier über die Ware."
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      "note": "Fünfzehnhundert Jahre später ging der Streit um den Getreidepreis in die andere Richtung."
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      "resolution": "Beide Angaben zählen Verschiedenes: s2 zählt Exemplare des Edikts, s3 einzelne Bruchstücke. Der Fundort Pettorano ist umstritten; der Versuch, den Marmor Italien zuzuordnen, gilt wegen der Probengröße als nicht beweiskräftig."
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    "title": "Handel"
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    "title": "Der Preis von Staats wegen"
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      "title": "Ein englisches Statut bindet um 1266 Brot und Bier an den Preis des Getreides",
      "note": "Ein älterer Versuch, Lebensmittelpreise von oben festzulegen."
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      "note": "Sechs Jahrhunderte früher setzte schon ein Edikt im Römischen Reich Preise und Dienstleistungen fest."
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      "title": "Im Juni 794 legt die Synode von Frankfurt fest, was Getreide und Brot kosten dürfen",
      "note": "Diokletians Edikt schreibt ebenfalls Höchstpreise vor, für Waren und Dienstleistungen im ganzen Reich."
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      "title": "Diokletian lässt 303 die Kirche von Nikomedia abreißen und die Christen entrechten",
      "note": "Zwei Jahre zuvor hatten dieselben Kaiser das Reich schon einmal per Edikt zu ordnen versucht, damals über die Preise."
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      "title": "Der Rat von Palmyra schreibt seine Abgaben in Stein",
      "note": "Auch hier setzt eine Obrigkeit Zahlen für einzelne Waren fest — dort den Höchstpreis, hier die Abgabe."
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      "title": "Lex frumentaria: Rom verkauft Bürgern Getreide zum festen Preis",
      "note": "Gut vierhundert Jahre später setzte der römische Staat Höchstpreise für rund 1400 Waren und Dienstleistungen fest."
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      "title": "Im 18. Jahrhundert v. Chr. legt der Codex Hammurabi Löhne für Feldarbeiter, Tagelöhner und Handwerker fest",
      "note": "Diokletians Edikt schreibt Preise für Waren und Dienstleistungen vor, ebenfalls als Herrscherwort."
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      "title": "Die Gesetze von Eschnunna setzen Löhne für Erntearbeiter und Tagelöhner fest, in Getreide oder Silber",
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  "creditText": "Footnoted — footnoted.net",
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