--- id: fiorino-doro-florenz-1252 title: Florenz prägt 1252 den fiorino d’oro, eine Goldmünze für den Fernhandel date: '1252-01-01' datePrecision: year dateSources: - s1 - s2 - s3 summary: >- 1252 gab Florenz eine Goldmünze von etwa 3,5 Gramm und 24 Karat heraus, den fiorino d’oro; Genua prägte fast gleichzeitig eigenes Gold. Der Florin wurde in halb Europa nachgeahmt. themeId: theme-gold-kehrt-zurueck seeAlso: - id: dukat-venedig-1284 note: >- Venedig zog zweiunddreißig Jahre später mit einer Goldmünze gleichen Gewichts nach. - id: medici-bank-1397 note: >- Die Florentiner Bankhäuser rechneten in der Währung, die ihre Stadt 1252 geschaffen hatte. verification: verified sources: - key: s1 title: >- Florentine gold florins and merchant-bankers in thirteenth-century England (British Numismatic Journal 91, 2021) publisher: British Numismatic Society url: https://www.britnumsoc.org/images/Annual_BNJ/2021v91/05%20Day%201893%20Final.pdf accessedAt: '2026-10-04' - key: s2 title: >- Florins and ducats: the return of gold to Europe (Coin of the month, April 2013) publisher: Magdalene College Cambridge, Centre for History and Economics url: https://www.histecon.magd.cam.ac.uk/coins_april2013.html accessedAt: '2026-10-04' - key: s3 title: >- Money and Coinage in Late Medieval and Early Modern Europe (Vorlesungsunterlagen, John Munro) publisher: University of Toronto, Department of Economics url: https://www.economics.utoronto.ca/munro5/MONEYLEC.htm accessedAt: '2026-10-04' - key: s4 title: Florin (Encyclopædia Britannica, 11. Auflage 1911) publisher: Wikisource url: https://en.wikisource.org/wiki/1911_Encyclop%C3%A6dia_Britannica/Florin accessedAt: '2026-10-04' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (manuell, Thema: Geld, Lücke 1024–1637)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-04' --- 1252 begann Florenz, eine Münze aus Gold zu prägen, den fiorino d’oro.[^s2][^s3] Nach dem Florentiner Chronisten Giovanni Villani, der im frühen vierzehnten Jahrhundert schrieb, kam die Münze im November 1252 heraus.[^s1] Sie wog etwa 3,5 Gramm und bestand aus Gold von 24 Karat.[^s2] Zu sehen waren nach dem Magdalene College in Cambridge die Lilie von Florenz und der Stadtpatron Johannes.[^s2] Die elfte Auflage der Encyclopædia Britannica beschreibt die Münze anders: auf der Vorderseite eine Lilie, nach der sie „die Blume“ hieß, auf der Rückseite den lateinischen Stadtnamen Florentia.[^s4] Abgesehen von einer möglichen, offenbar erfolglosen genuesischen Goldmünze um 1200 setzte die Goldprägung im Westen nach dem Wirtschaftshistoriker John Munro erst 1252 wirklich wieder ein, als Genua und Florenz fast gleichzeitig Goldmünzen herausgaben.[^s3] Auch der Aufsatz im British Numismatic Journal hält fest, dass Genua etwa zur selben Zeit mit der Goldprägung begann.[^s1] Nach dem Magdalene College führten Florenz und Venedig, die beiden reichsten Wirtschafts- und Finanzzentren Norditaliens, ein Goldgeld ein, das zum internationalen Maßstab und zum Vorbild für andere wurde.[^s2] Venedig folgte allerdings erst 1284 mit dem Dukaten.[^s2] Der Florin wurde von anderen Staaten in Italien, Frankreich, Deutschland, Polen, Ungarn und anderswo vielfach nachgeprägt.[^s2] Munro führt ihn neben dem venezianischen Dukaten als Goldmünze an, auf der ein Rechengeld aufbaute, und nennt für ihn die Spanne von 1252 bis 1533, kleinere Gewichtsminderungen im späten vierzehnten und frühen fünfzehnten Jahrhundert ausgenommen.[^s3] Über das erste halbe Jahrhundert der Münze, deren Lebensdauer der Aufsatz im British Numismatic Journal mit 280 Jahren angibt, ist wenig bekannt, weil die frühen Münzakten von Florenz nicht erhalten sind.[^s1] Ende der Datei: 4 Quellen.