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  "id": "schachtuerke-kempelen-1770",
  "title": "Wolfgang von Kempelen führt am Wiener Hof einen Schach spielenden Automaten vor",
  "date": "1770-01-01",
  "summary": "1770 stellte Wolfgang von Kempelen in Wien einen Automaten vor, der scheinbar selbst Schach spielte. Im Kasten darunter saß ein Mensch; wann das öffentlich wurde, stellen die Quellen verschieden dar.",
  "body": "1769 sah der Staatsbeamte Wolfgang von Kempelen am Wiener Hof einen Zauberer aus Frankreich Kunststücke mit Magneten vorführen.[^s2][^s1] Danach versicherte er Kaiserin Maria Theresia, er hätte es besser gekonnt, und sie gab ihm sechs Monate Zeit, das mit einer eigenen Vorführung zu beweisen.[^s1] 1770 stellte er einen Automaten vor, der Schach spielte: eine lebensgroße Figur in türkischer Tracht, die hinter einem Kasten mit einem Schachbrett darauf saß.[^s2][^s3] Vor jeder Vorführung öffnete Kempelen die drei Türen des Kastens und zeigte Stangen und Zahnräder, die als das Gehirn der Maschine galten.[^s3] Tatsächlich saß im Kasten ein Schachspieler, der die Partie auf einem kleinen Brett verfolgte und die Figur über Hebel bewegte.[^s1]\n\nIn den 1780er-Jahren ging Kempelen mit dem Automaten auf Tournee; in Paris spielte Benjamin Franklin gegen ihn.[^s1][^s2] Nach Kempelens Tod 1804 ging der Automat an Johann Nepomuk Mälzel, der ihn weiter vorführte.[^s2][^s1] Nach Angaben des HNF gewann der Türke 1809 eine Partie gegen Napoleon.[^s2] Charles Babbage sah den Automaten 1819 spielen, durchschaute den Trick und dachte danach darüber nach, wie eine Maschine tatsächlich Schach spielen könnte.[^s1] 1826 brachte Mälzel ihn in die Vereinigten Staaten.[^s3][^s5]\n\n1854 verbrannte der Automat in Philadelphia.[^s2][^s3] Das HNF und heise nennen als Ort das Chinesische Museum, die Linda Hall Library Peale’s Museum; gemeint ist dasselbe Gebäude an der Ninth Street, auf das ein Feuer vom National Theatre übergriff.[^s2][^s4][^s3][^s6] Die Linda Hall Library nennt als Tag den 5. Juli.[^s3][^s6] Nach dem Museum of Hoaxes enthüllte ein Artikel im Philadelphia National Gazette Literary Register das Geheimnis am 6. Februar 1837.[^s5] Das HNF schreibt dagegen, öffentlich sei es erst nach dem Brand geworden, mit einem Aufsatz des Philologen George Allen.[^s2] Nach H. R. Evans (1939) hatte schon 1834 der französische Schachspieler Mouret, der für den Aussteller gespielt hatte, bekannt gemacht, dass ein verborgener Spieler den Automaten lenkte.[^s7] 1857 erschien in The Chess Monthly zudem ein Bericht aus der Familie des letzten Besitzers, der das Geheimnis ausdrücklich preisgab.[^s6]",
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      "title": "250 Jahre Schachtürke",
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      "title": "The Great Chess Automaton (1770)",
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      "title": "Edgar Allan Poe and Baron von Kempelen’s Chess-Playing Automaton (H. R. Evans, 1939)",
      "publisher": "Edgar Allan Poe Society of Baltimore",
      "url": "https://www.eapoe.org/papers/misc1921/hre39txt.htm",
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      "note": "Torres Quevedo grenzte seinen Automaten ausdrücklich von Kempelens ab: Er spielte ein Endspiel wirklich selbst."
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      "id": "deep-blue-1997",
      "note": "Britannica zieht die Linie vom Türken über Babbage bis zu diesem Schachrechner."
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      "resolution": "Beide meinen dasselbe Haus: Das Chinesische Museum war das Gebäude von Peale’s Philadelphia Museum an der Ninth und George (heute Sansom) Street; das Feuer vom 5. Juli 1854 griff vom National Theatre darauf über."
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    "title": "Der Automat als Schaustück"
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      "title": "Ajeeb, ein Schachautomat mit Spieler im Kasten, tritt 1868 auf",
      "note": "Das Vorbild: derselbe Trick, ein Jahrhundert früher."
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      "title": "Babbage plant eine Tic-Tac-Toe-Maschine als zahlende Attraktion",
      "note": "Gegen diesen Automaten hatte Babbage 1819 zweimal Schach gespielt und verloren."
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      "title": "Maelzel's Chess-Player: Poe will den Schachtürken entlarven",
      "note": "Der Automat, um den es geht, und seine Geschichte von Kempelen bis zum Brand 1854."
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      "title": "Vaucansons Flötenspieler: ein Automat spielt 1738 in Paris Flöte",
      "note": "Gut drei Jahrzehnte später führt Kempelen einen Automaten vor, der Schach zu spielen scheint."
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