--- id: baffle-ball-1931 title: Baffle Ball macht das Kugelspiel mit Münzeinwurf zur Massenware date: '1931-01-01' datePrecision: year dateSources: - s1 - s2 - s3 summary: >- 1931 brachte D. Gottlieb & Co. Baffle Ball heraus, ein Kugelspiel mit Münzeinwurf ohne Flipper und ohne Punkteanzeige. Es wurde rund 50.000-mal verkauft. themeId: theme-muenzspiel-ohne-bildschirm verification: verified sources: - key: s1 title: Pinball publisher: The Strong National Museum of Play url: https://www.museumofplay.org/toys/pinball/ accessedAt: '2026-09-29' - key: s2 title: Baffle Ball – Pinball by Gottlieb, D. & Co. publisher: Museum of the Game (KLOV) url: https://www.arcade-museum.com/Pinball/baffle-ball--gottlieb accessedAt: '2026-09-29' - key: s3 title: Baffle Ball Pinball Machine (Gottlieb, 1931) publisher: Pinside Game Archive url: https://pinside.com/pinball/machine/baffle-ball accessedAt: '2026-09-29' - key: s4 title: Pinball in America publisher: The Strong National Museum of Play (Google Arts & Culture) url: https://artsandculture.google.com/story/pinball-in-america-the-strong/nwWRhPEYG8fuKg?hl=en accessedAt: '2026-09-29' - key: s5 title: Baffle Ball publisher: Wikipedia url: https://en.wikipedia.org/wiki/Baffle_Ball accessedAt: '2026-09-29' disputed: - claim: Jahr der Entstehung positions: - value: 1930 (erfunden in Chicago) source: s2 - value: '1931' source: s1 resolution: >- KLOV nennt 1930 als Jahr der Erfindung, datiert das Gerät selbst aber wie die übrigen Quellen auf 1931. - claim: Zahl der Kugeln je Spiel positions: - value: fünf source: s2 - value: fünf bis zehn source: s3 - value: zuerst zehn, spätere Varianten fünf oder sieben source: s5 resolution: >- Die Zahl hing von der Ausführung ab: Nach Wikipedia, gestützt auf The Billboard von 1932 und Bueschels Encyclopedia of Pinball, gaben die ersten Geräte zehn Kugeln, spätere Varianten fünf oder sieben. KLOVs fünf ist eine davon. - claim: Bezug der Zahl 50.000 positions: - value: verkaufte Geräte source: s2 - value: gebaute Geräte source: s3 - value: rund 50.000 von über 75.000 bestellten Geräten ausgeliefert source: s5 resolution: >- Gottlieb erhielt nach Wikipedia über 75.000 Bestellungen und konnte rund 50.000 davon ausliefern; gebaut und verkauft meinen hier dieselben Geräte. provenance: origin: recherche createdBy: '/research (Musterlauf: games)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-09-29' seeAlso: - id: galaxy-game-computer-space-1971 note: >- Der Münzeinwurf, der Baffle Ball trug, wurde vierzig Jahre später der erste Weg des Videospiels. - id: space-invaders-1978 note: >- Dieselbe Frage nach dem Automaten in der Öffentlichkeit stellte sich in der Spielhalle noch einmal. --- 1931 brachte D. Gottlieb & Co. Baffle Ball heraus, ein Spiel mit Münzeinwurf, bei dem Kugeln über ein Brett mit Stiften in Löcher mit Punktwerten rollten.[^s2][^s1] Pinside datiert das Gerät auf November 1931.[^s3] Der Spieler schoss die Kugel mit einem Stößel an das obere Ende des geneigten Spielfelds; auf dem Weg nach unten lenkten Stifte sie ab, und Punkte gab es, wenn sie in ein Loch fiel.[^s2] Traf eine Kugel ein Loch ihrer eigenen Farbe, zählte es doppelt.[^s2][^s3] Die Punkte zählte man selbst, denn das Gerät hatte keine Anzeige.[^s2][^s3] Die ersten Geräte gaben zehn Kugeln je Spiel, spätere Varianten fünf oder sieben.[^s5] Das Spiel geht auf Bagatelle zurück, ein französisches Tischspiel des 18. Jahrhunderts, bei dem Kugeln mit einem Stock über einen Tisch mit Stiften und Löchern gestoßen wurden.[^s1] Nach dem Strong National Museum of Play entstanden die Geräte mit Münzeinwurf 1931, als amerikanische Hersteller das Spielfeld unter Glas legten, die Kugeln mechanisch zurückholten und einen Münzschlitz einbauten.[^s1] Baffle Ball war eine verbesserte Fassung eines älteren Spiels namens Bingo.[^s4] KLOV und das Strong Museum nennen 50.000 verkaufte Geräte, Pinside 50.000 gebaute.[^s2][^s4][^s3] KLOV gibt den Preis mit 17,50 Dollar je Gerät an; mit 16 mal 24 Zoll passte es auf eine Theke.[^s2] Nach dem Strong Museum unterhielten diese Spiele während der Weltwirtschaftskrise Millionen Menschen.[^s1] Aus Sorge vor organisiertem Verbrechen, Glücksspiel und um die Freizeit Jugendlicher verbot New York City die Geräte später; Los Angeles und Chicago folgten.[^s4] 1947 baute Gottlieb in sein Gerät Humpty Dumpty elektromechanische Flipper ein, mit denen die Spieler die Kugel lenken konnten.[^s1] Aus einem weitgehend starren Glücksspiel, das in Teilen der USA verboten war, wurde damit nach dem Museum ein Geschicklichkeitsspiel.[^s1] Ende der Datei: 5 Quellen.