--- id: papyrus-lansing-2-jt-v-chr title: Papyrus Lansing lobt den Schreiberberuf und schmäht andere Berufe date: -1129-01-01 datePrecision: millennium dateSources: - s1 - s4 summary: >- Papyrus Lansing ist ein ägyptischer Lehrbrief, in dem ein Schreiber seinem Lehrling den eigenen Beruf preist und andere herabsetzt. Das British Museum datiert ihn in die 20. Dynastie, andere Darstellungen in die Zeit Sesostris’ III. themeId: theme-schreiberausbildung-in-aegypten wikidata: - id: Q7133297 name: Papyrus Lansing seeAlso: - id: schreiberschule-house-f-nippur-1740-v-chr note: >- Auch in Mesopotamien lernten Schreiber durch Abschreiben vorgegebener Texte. - id: ugarit-schreiber-1250-v-chr note: >- Etwa zur selben Zeit bildete Ugarit Schreiber mit Wortlisten in drei Sprachen aus. verification: verified sources: - key: s1 title: Papyrus Lansing, 20th Dynasty, Thebes publisher: The British Museum Images url: https://www.bmimages.com/preview.asp?image=01613918440 accessedAt: '2026-10-15' - key: s2 title: >- C. Ragazzoli: Beyond authors and copyists. The role of variation in Ancient Egyptian textual transmission publisher: HAL url: https://hal.science/hal-03941257/file/2017_Beyond_authors_and_copyists_The_rol.pdf accessedAt: '2026-10-15' - key: s3 title: New Kingdom Hieratic Material at the British Museum publisher: Université de Liège url: https://cipl-cloud51.segi.ulg.ac.be/wp-content/uploads/2024/03/2_11_3_NKH_London-BM_Final.pdf accessedAt: '2026-10-15' - key: s4 title: 'The Papyrus Lansing: Be A Scribe…Or Else!' publisher: World History Encyclopedia url: https://www.worldhistory.org/article/189/the-papyrus-lansing-be-a-scribeor-else/ accessedAt: '2026-10-15' - key: s5 title: 'Nebmare-nakht: A Scribal Schoolbook (Papyrus Lansing)' publisher: Schlager Anthology of the Ancient World, Schlager Group url: https://library.schlagergroup.com/chapter/9781961844193-book-part-006 accessedAt: '2026-10-15' disputed: - claim: Datierung von Papyrus Lansing positions: - value: 20. Dynastie source: s1 - value: Regierungszeit Sesostris’ III., 12. Dynastie, 1878–1839 v. Chr. source: s4 resolution: >- Gewichtet nach Quellennähe: Der Katalog des Museums, das den Papyrus besitzt, nennt die 20. Dynastie, und die Fachliteratur rechnet die Late Egyptian Miscellanies, zu denen er gehört, zur Ramessidenzeit. Beide Angaben liegen im 2. Jahrtausend v. Chr.; genauer stimmen die Quellen nicht überein. - claim: Zweck der Late Egyptian Miscellanies positions: - value: Abschrift eines Lehrlings source: s1 - value: Literatur von und für Schreiber, nicht bloße Schulübung source: s2 stand: forschung-offen provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: bildung)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-15' --- Papyrus Lansing ist eine ägyptische Schreiberhandschrift aus Theben, die das British Museum in die 20. Dynastie datiert.[^s1] Sie enthält einen Lehrbrief, den ein Lehrling in fünfzehn Spalten literarischer hieratischer Schrift abschrieb.[^s1] Verfasst hat ihn der Schreiber Nebmare-nakht für seinen jüngeren Lehrling Wenemdiamun; er lobt den Beruf des Schreibers und setzt andere Berufe herab.[^s4] Die Forschung zählt den Papyrus zu den Late Egyptian Miscellanies.[^s2] Der Lehrer führt dem Schüler die Mühen anderer Berufe vor, etwa die des Soldaten, den der Feind mit Geschossen umstellt.[^s4] Daraus folgt die Mahnung, Schreiber zu werden und so dem Kriegsdienst zu entgehen.[^s4] Nebmare-nakht war königlicher Schreiber und Oberaufseher über die Rinder des Amun.[^s5] Das British Museum erwarb den Papyrus 1886 von dem amerikanischen Missionar Gulian Lansing.[^s3][^s5] Die Late Egyptian Miscellanies blühten in der Ramessidenzeit, und A. H. Gardiner gab sie in den 1930er Jahren erstmals heraus.[^s2] Die World History Encyclopedia setzt Papyrus Lansing dagegen in die Regierungszeit Sesostris’ III. in der 12. Dynastie, 1878 bis 1839 v. Chr.[^s4] Auch eine Anthologie der Schlager Group nennt Sesostris III.[^s5] Offen ist auch, wozu solche Handschriften dienten: Das Museum beschreibt den Papyrus als Abschrift eines Lehrlings.[^s1] Ragazzoli versteht die Miscellanies dagegen als Literatur von Schreibern, für Schreiber und über Schreiber, nicht als bloße Schulübungen.[^s2] Ende der Datei: 5 Quellen.