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  "id": "gezer-kalender-10-jh-v-chr",
  "title": "Gezer-Kalender aus dem 10. Jh. v. Chr. gilt manchen als Schreibübung",
  "date": "-0949-01-01",
  "summary": "Der Gezer-Kalender, eine kleine Kalksteintafel aus dem 10. Jahrhundert v. Chr., zählt die Arbeiten eines landwirtschaftlichen Jahres auf. Ein Teil der Forschung hält ihn für die Schreibübung eines Schülers.",
  "body": "Der Gezer-Kalender ist eine kleine Tafel aus weichem Kalkstein, in die eine Liste landwirtschaftlicher Arbeiten über ein ganzes Jahr geschrieben ist.[^s1][^s2] Gefunden hat ihn der Archäologe R. A. S. Macalister 1908 bei Ausgrabungen in Gezer.[^s2][^s3] Datiert wird er ins 10. Jahrhundert v. Chr.,[^s1][^s2] nach der Schrift.[^s3] Die Vorderseite trägt sieben Zeilen und am linken unteren Rand ein einzelnes Wort, vermutlich einen Namen.[^s1] Erhalten ist dieser Name nur zum Teil, rekonstruiert als Abija.[^s1] Ob er den Schreiber oder den Besitzer nennt, ist offen.[^s3]\n\nIn ihrem Zweck sind sich die Fachleute nicht einig.[^s3] Manche halten die Tafel für einen Almanach für Bauern, andere für eine Schreib- oder Gedächtnisübung.[^s1] Für die Übung führen sie an, dass die Schrift eher unbeholfen ist.[^s3] Die langsame, ungelenke Hand kann auf einen Schreiber in der Ausbildung hindeuten.[^s1] Auch das Material passt dazu, denn Kalkstein lässt sich leicht abschaben und wiederverwenden.[^s2] Dagegen wurde eingewandt, dass diese Deutung eine früh verbreitete Lesefähigkeit voraussetze; das Center for Online Judaic Studies hält den Einwand für nicht stark genug.[^s2] Andere Deutungen sehen in der Tafel eine Liste zum Einziehen von Abgaben oder ein Volkslied.[^s3]\n\nWilliam Schniedewind deutet den Kalender als Schulübung, die eine Liste aus der Keilschrift-Tradition abwandelt.[^s4] Als Vergleich nennt er die gelehrten Tafeln aus Amarna; ein Bruchstück aus Aschkelon zeige, dass diese Liste am Ende der Spätbronzezeit in Kanaan bekannt war.[^s4]\n\nOb die Schrift phönizisch ist oder schon althebräisch, gehört zu den am meisten umstrittenen Fragen.[^s1] Mit einem Ostrakon und zwei Abecedarien aus derselben Zeit zählt der Kalender zu den Inschriften, die als älteste in hebräischer Sprache oder Schrift in Frage kommen.[^s1] Die Tafel liegt heute im Archäologischen Museum Istanbul.[^s1][^s3]",
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      "title": "Gezer Calendar, 10th century BCE",
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      "title": "Gezer Calendar (Encyclopaedia Judaica)",
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      "title": "The Gezer Calendar as an Adaptation of the Mesopotamian Lexical Tradition (Ura 1), Semitica 61 (2019)",
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      "note": "Die Tafeln aus Amarna, mit denen Schniedewind die Abwandlung einer Keilschriftliste vergleicht."
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      "note": "Eine Inschrift aus derselben Region und Schrifttradition, rund ein Jahrhundert jünger."
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